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Malheur

Das Drama entwickelte sich und ich war ganz woanders. Wie so oft. Der Chef war Schuld, könnte ich sagen. Ich hatte die Weihnachtsfeier des Headquarters am Montag schon abgesagt, denn ich plane bei der unserer Niederlassung teilzunehmen. Zwei Weihnachtsfeiern müssen nicht sein, man muss der Firma ja nicht auf der Tasche liegen. Der Chef war anderer Meinung. So ließ ich mich breitschlagen und hatte einen recht vergnüglichen Abend.

Mehr als angeheitert verließen »meine Gruppe« als Letzte die Weihnachtsfeier und ich schaute beim Rausgehen auf mein iPhone. Sechs Anrufe. Alle von der besten Ehefrau der Welt. Das kann man entweder Liebe nennen oder wie es mein Kollege ausdrückte: »Huiuiui!«

Es war allerdings allerdings schon eine sehr fortgeschrittene Stunde und ich sah von einem Rückruf ab. Im Hotel bimmelte dann das Mail-Programm und es gab dringliche Verlautbarungen preis: Die Frau Schwiegermama habe sich den Fuß gebrochen und ihre Teilnahme an der Reise wäre akut in Gefahr.

So etwas macht schlagartig nüchtern.

Am nächsten Tag folgten dann Details und Gespräche mit geliebten Gemahlin und dem Schwesterchen, um Alternativen auszuloten. Die Frau Schwiegermama wollte auf jeden Fall noch mit. Aber der Arzt Nummer 1 hat ihr davon abgeraten. Am Dienstag wurde der Fuß eingegipst, kein Gehgips, und Arzt Nummer 2 wiederholte noch einmal das von Arzt 1 Gesagte.

Mir tut es unendlich leid, dass die Frau Schwiegermama nicht mitkommen kann, aber mir ging so langsam auf, dass es keine gute Idee sein würde. Was würde bei Komplikationen passieren? Ist es besonders lustig mit einem gebrochenen Fuß durch die Wildnis zu fahren? Geht es überhaupt, dass man mit Krücken sich an den Orten richtig fortbewegen kann, zumal wir bei der Frau Schwiegermama – mit Verlaub – ja nicht von einem jungen Hüpfer sprechen?

Entweder musste ich die Fragen verneinen oder ich hatte keine vernünftige Antwort darauf.

Bitter auch, dass Geld auf jeden Fall verloren ist, denn wir haben zwar eine Reiserücktrittsversicherung, aber die hilft uns nur beim Flug. Wenn man mit sechs Personen geplant hat, drei Doppelzimmern, dann kann man nicht einfach ein Zimmer stornieren, denn Person 5 will ja immer noch mit und auch ein Bett haben. Beim Mietwagen bin ich mir noch nicht sicher, im Augenblick tendiere ich dazu, den zweiten Wagen nicht zu stornieren.

Argh!

Bild-Nachweis

© L. Ludewig
2016-11-05T07:29:51+00:009. Dezember 2015|Categories: Namibia 2015|Tags: , , , , , , |Kommentare deaktiviert für Malheur