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Barcelona: Sechzehn Stunden

10:00 Uhr

Der Tag begann früher. Um acht Uhr war die Nacht schon lang zu Ende. Wir hatten zu der Zeit schon Teile unserer Vortags-Einkäufe zum Frühstück verschnabuliert und dabei – purer Apartment-Luxus – frisch gepressten Orangensaft. Nun ging es in die Altstadt, um den Voucher für eine Segway-Tour einzulösen. Der Marsch war so exakt eingeplant, dass wir fünf Minuten vorher dort eintrafen.

11:00 Uhr

Erst hatten wir eine ausführliche schriftliche Belehrung  zu unterschreiben, dass der Vermieter unschuldig in jeder Beziehung ist während uns die Schuld an allem trifft, wenn irgendetwas an oder mit der zweirädrigen Höllenmaschiene passiert. Dann gab es blaue Helme auf und es ging zur Einweisung. R. wollte Erster sein und düste kurze Zeit später über den kleinen Platz, und teilte jedem der Deutsch sprach mit, dass das ja total toll wäre – sinngemäß. Ich tat mich da ein wenig schwerer und brauchte die Kennenlernphase wirklich. Dann redeten wir mit Engelszungen auf die Beste aller Ehefrauen ein, um sie von ihrem Entschluss »Nein, das ist nichts für mich!« abzubringen.

Wir führen ein kurzes Stück durch die Altstadt und waren dann am Hafen. Eine ernsthafte Stadtführung ist das nicht, das sollte man nicht glauben. Sie ist nur ein willkommener Vorwand, um mit coolen Gerätschaften durch die Gegend zu düsen und dabei eine mehr oder weniger gelungene Figur zu machen. Wenn der Guide irgendwo stehenblieb, um was zu erklären, da man die beste aller Ehefrauen im Hintergrund immer herumgeistern. Normalerweise möchte sie schon immer hören, was die Guides zu erzählen haben. Aber dazu muss man die Geräte auch zum Stillstand bringen – das gelang ihr erst ganz zum Schluss.

Es war mal eine wirklich coole Sache zu einem moderaten Preis, denn für 49 Euro für zwei Stunden bekommt man es anderswo sicher nicht. Und dabei hatte auch hier jeder seinen eigenen Segway.

13:00 Uhr

Die Tour war zu Ende. Nach so viel Bewegung hatten wir selbstverständlich Hunger. Wir kehrten in ein kleines Restaurant/Café ein. Was die Diversifikation der gewählten Speise anging, machte wir wirklich Fortschritte: Es wurden dies,al zwei unterschiedliche Speise gewählt – Tunfisch oder Nachos. Anschließend ging es zum Eisladen und da hatten wir den zweiten Höhepunkt des Tages.

Eis, Eis, Eis

15:30 Uhr

Wir schlenderten nun zur Santa Maria del Mar, an der wir vorhin in einiger Entfernung vorbei gefahren waren, aber in den Trubel wollte der Guide mit uns wohl nicht. Dort angekommen stellten wir fest, dass der Besuch der Kirche zu gewissen Zeiten kostenpflichtig ist und zwar just auch zu dem Zeitpunt, an dem wir dort ankamen. Der Besuch wurde geschoben und wir schlenderten auf einen Rundweg durch die Altstadt.

Ein netter Zufall führte uns in die Markthalle, vorbei an prächtigen Fisch-Ständen und großartigen Schinkenauslagen. Ein wenig davon sicherten wir uns für das heutige Frühstück. Eine kleine Kaffee-Pause gab es dann in einem Café am Palau de la Música, in dem wir das weitere Vorgehen besprachen. wir wollten es noch mal bei Santa Maria del Mar versuchen, begeisterten uns aber plötzlich und unerwartet für die Kathedrale von Barcelona. Es stand eine lange Schlange davor, aber die geriet in Bewegung und spontan würden wir Teil dieser. Mit offenen Mündern staunend standen wir in dem Bau, die Pröchtigkeit genießend. Für drei Euro könnte man auf das Dach steigen, wohin man mit einem Fahrstuhl gebracht wird. Also easy.

18:30 Uhr

Wir kamen bei der Santa Maria an und sie war nicht so überlaufen wie die Katherale. Im Vergleich zu dieser recht nüchtern hatten wir hier aber das Glück, die Akustik genießen zu können und zwar nicht wie üblich durch das Geschnatter der Gäste sondern durch eine Chor-Probe.

20:30

Wir waren mittlerweile am Plaça de Espanya angekommen, fuhren mit dem Fahrstuhl auf die Plattform des Les Arenes hoch, für einen Euro angemessen bereist, und damit begann eine Pechsträhne. Ein Essen kam später, das war dann auch noch nicht mal so lecker (schwarz gegrillt) und zu allem Überfluss wurden zwei von uns noch mit Bier geflutet, als ein Kellner mit Pberschwang servierte. Die von uns anvisierten Lichtspiele des magischen Brunnens sahen wir aus der Ferne nur noch in den Endzügen und als wir heimfahren wollten, fuhr unser Bus nicht mehr.

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23:30 Uhr

Die U-Bahn aber schön und so kamen wir noch in den Genuss des beleuchteten Torre Agbar, der recht phallisch für uns immer ein Leuchtzeichen ist. Kurz vor Mitternacht schlossen wir die Tür zum Apartment auf. Die Stufen zur Bettstatt müssten noch überwunden werden, denn der Fahrstuhl war noch nicht in Betrieb, dann wären wir alsbald in der Heia.

2016-11-05T07:29:24+00:00 7. Mai 2016|Categories: Spanien|Tags: , |Kommentare deaktiviert für Barcelona: Sechzehn Stunden