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Forgotten Highlights 2014: New York

Man kommt von Hamburg ziemlich gut nach New York.

Der Satz ist ein kleiner Insider‐Witz. Denn zum Einen hat es natürlich schon etwas Komisches im November 2015 eine Kategorie fortzusetzen, die ich im Dezember mit einem Beitrag startete und mich dann fragte, was denn sonst noch so gewesen ist. New York, und das ist wirklich peinlich, fiel mir so gar nicht ein. Nicht, dass im letzten Jahr sonst viel los gewesen wäre, aber es fiel mir wirklich nicht ein.

Der zweite Witz an der Geschichte ist, dass ich den anderen Artikel der Rubrik ebenso einleitete. Man kann einen United‐Flug morgens neben und ist mittags in New York. Coole Sache! Haben wir aber nicht gemacht, da ich zu geizig war. Deshalb flogen wir über Brüssel mit Jet Airways. Am Vorabend versuchte ich einzuchecken. Brüssel Airlines unser Zubringer wollte uns nicht einchecken. Dann fing ich an zu recherchieren und stellte fest, dass Jet Airways keine amerikanische Fluggesellschaft war, wie ich dachte, sondern eine indische. Ohh, dachte ich, das war jetzt nicht der Plan! Aber die Rezensionen im Netz beruhigten mich und wir wurden nicht enttäuscht.

In Brüssel hatten wir aufgrund von Verspätung ein wenig Hetzerei. Dafür kann aber Jet Airways nicht und so pünktlich gehen die transatlantischen Flieger nun auch nicht, so dass wir trotzdem noch warten durften. Ich war dann wirklich überrascht, wie gut wir für den Preis in der Economy Class flogen. Das Essen war genießbar (und ich bin wirklich ein ganz Mäkliger) und man konnte recht gut sitzen. Gerne wieder, täte ich auf eBay schreiben, wenn ich da noch aktiv wäre.

Wie das heute so üblich ist, war ich schon gut vorbereitet, als wir in New York ankamen. Man konnte mit der Bahn fahren oder mit dem Bus. Die Beste aller Ehefrauen entschied aber, dass es ratsam wäre, mit dem Taxi fahren. Sie hatte keine Lust auf die öffentlichen Verkehrsmittel. Also Taxi. Von Newark in die Stadt waren es etwa 45 Minuten und wir waren hundert Dollar ärmer.

Das Ziel war Williamsburg. Dort hatten wir uns – eine Premiere – eine Wohnung bei airbnb gebucht.

Die Buchung hatte problemlos geklappt. Wir bekamen die Info, dass wir leider zu früh ankommen würden, und unser Host uns deshalb nicht persönlich in Empfang nehmen könne. Das wäre aber kein Problem, die Tür wäre offen. Aha!

Wir standen vor einem Neubau‐Block, sauber und ordentlich. Ein wenig steril innen, aber das ist wohl besser als das Gegenteil. Die Tür unseres Apartments war offen. Theoretisch hätten wir auf den East River schauen können, aber unsere Fenster gingen seitlich weg, so dass wir einen Blick auf die Williamsburg Bridge erhaschen konnten. Wir sahen in Büros und Apartments hinein, was man sich sparen kann, weshalb die Jalousien die meiste Zeit zu waren.

Die Wohnung war mehr als proper. Urig eingerichtet und mit allem technischen Schnickschnack, den man sich vorstellen kann. Das WLAN war fix und schnell. Warum ich in den Tagen nicht gebloggt habe, ich kann es nicht sagen. Erlebt haben wir ja eine Menge.

Per SMS kamen alsbald Nachfragen von unserem Host, ob wir es

Wenn man von den jährlichen Städte‐Touren absieht und den gelegentlichen Trips nach Paris, war das der erste längere Urlaub, den wir nur in einer Stadt verbringen würden. Premiere Nummer 2 in dem Urlaub. Ich war mal gespannt, wie das ausgehen würde.

Die Wohnung lag ideal. Die Subway war keine zehn Minuten zu Fuß von der Wohnung entfernt. Außerdem hatten wir einen Fähranleger direkt vor der Tür. Bei der Besichtigung des Selben am Tag der Ankunft, fiel uns auf, dass wir in einem orthodox‐jüdischen Viertel gelandet waren. Die Jungen waren nicht von den Mädchen zu unterscheiden, die Erwachsenen trugen traditionelle Kleidung. Gegrüßt haben diese Herrschaften nicht und überhaupt machten nicht den Eindruck, wirklich freundlich zu sein. Dieser oberflächliche Eindruck wollte über die ganzen Tage nicht verschwinden. All das Offene, was einem in den Staaten widerfährt, war hier nicht zu finden.

Der ersten Abend verbrachten wir in einem italienischen Restaurant um die Ecke. Es hieß »Patrizia’s« und der (vermeintliche) Chef sang auch an dem Abend in Abwechslung mit einer Dame, die wohl dafür extra bezahlt wurde. Nach etwa anderthalb Jahren kann ich nicht mehr sagen, was ich genau gegessen habe. Es war gut und es brachte uns eines in Erinnerung: Egal wie groß man die Portion erwartet – sie wird größer ausfallen.

Wir versuchten tapfer aufzubleiben, aber das gelang uns nicht. Früh, viel zu früh nach meinem Geschmack, fielen wir in den Schlaf.

((Fortsetzung folgt))

2016-11-05T07:30:40+00:0022. November 2015|Categories: USA 2014|Tags: , , , , |Kommentare deaktiviert für Forgotten Highlights 2014: New York