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Die 8-Dollar-Pizza

Mir fiel echt kein besserer Titel ein, aber eine Pizza für 5,50 Euro (so ungefähr im Augenblick), die muss man bei uns schon ordentlich suchen. Als echter Gewohnheitsmensch, kann ich berichten, dass ich die Pizza schon einmal hatte. Auch damals war es die richtige Wahl. In den Diskussionen davor ging es darum, ob ich die richtige Größe gewählt hätte, denn ich hatte mich für small entschieden. Davon könne ein ausgewachsener Mann doch nicht satt werden, hieß es. Für einen ausgewachsenen deutschen Mann mit einem Bürojob, reicht es, um danach pappesatt zu sein und sich nach seinem Bett zu sehnen.

Ich hätte auch was über dampfende Gulli schreiben können, die mich in amerikanischen Filmen immer so faszinieren. Wahrscheinlich habe ich sie auch in ER gesehen, das in Chicago spielte. Als wir in Chicago waren, haben wir kurz überlegt, ob wir uns das Krankenhaus mal zeigen lassen. Träumer!

Zurück zum Essen… Was passiert? Irgendjemand schlendert hier durch die Redaktion und angrenzende Räume und fängt an, Bestellungen aufzunehmen. Dann (so nehme ich an) ruft er beim Pizza-Service an, fährt los und holt das Zeug ab. Es scheint so, als wäre es immer der selbe Pizza-Service, denn als ich nach der Karte fragte, ging erst einmal die Suche los. Offenbar ist es das Stammgeschäft und jeder weiß, was er zu nehmen hat. (Einer von den Kerlen hier, wird heute Abend nach Knoblauch riechen.)

Wann immer man hier in die Redaktion kommt, es riecht immer irgendwie nach Essen. Ständig hat jemand etwas auf dem Tisch, und mancher kommt hier mit vollen Taschen an, so dass man denkt, er hat vor umzuziehen. Dabei bringt er nur ein paar Kleinigkeiten zum Essen mit. In der Regel für sich selbst. Die Konstitution der Mitarbeiter hier ist dann auch dementsprechend. Den wenigsten Sport-Redakteuren sieht man ihren Beruf an. Das mag in Europa nicht anders sein, aber hier fällt es besonders auf.

Gestern war es sehr ruhig, und heute geht es auch recht ruhig zu. Das soll nicht zu unserem Schaden sein, denn wer geht schon gern um drei Uhr ins Bett und steht dann wieder früh auf. Ich habe aus den Erfahrungen, die Arnd gesammelt hat, gelernt und meine Sachen heute schon zusammengepackt und es gibt nur noch ein paar Kleinigkeiten dazuzupacken, wie beispielsweise den Eiskratzer, den ich auf alle Fälle behalten möchte. Schnee werde ich hier wohl nicht mehr zu sehen bekommen. Aber die Temperaturen, die wir hier im Augenblick haben, liegen so knapp über null Grad. Wenn jetzt Regen kommt, dann wird Schnee mit dabei sein.

Aber zurückkommend auf das ruhig zugehen. Die Überraschungen sind selbst während der schon laufenden Produktion noch da. So haben wir zwei Wochen nach Produktionsstart an einem Montag-Morgen erfahren, dass es von der ersten Seite der Zeitung drei verschiedene Ausgaben gibt: die normale Variante, die Sport-Variante und die gesponserte Variante. So richtig vorbereitet waren wir darauf nicht und es gibt natürlich auch einige Probleme mit diesem Thema. Das kann einem jederzeit wieder passieren, in dieser Nacht aber wohl nicht, weil nicht so viele Seiten geplant sind.

2007-11-17T04:21:11+00:0017. November 2007|Categories: Unterwegs, USA 2007|Tags: , , |Kommentare deaktiviert für Die 8-Dollar-Pizza