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Boris Akunin – »Der Tote im Salonwagen«

Der Mann sah grundsolide aus. Er stotterte leicht. Man sah ihm seine hohe Stellung innerhalb des russischen Apparates an. Zumal er auch Referenzen vorzuweisen hatte. Keinen Grund, den Mann nicht zu General Chaprow vorzulassen. Natürlich würde ein Mann wie Fandorin niemals auf die Idee kommen, einen General wie den Helden Chaprow umzubringen, schon gar nicht in dessen Salonwagen. Der Mann, der sich als Fandorin ausgab, kannte diese Skrupel nicht. So hatte Fandorin so einige Probleme am Hals.

Denn alle Herrschaften bestätigten, dass es Fandorin gewesen wäre, der den General umgebracht hätte. Nur mit Müh und Not konnte er sich der Verhaftung entziehen und seine Unschuld nachweisen. Die einzige und überzeugendste Unschuldsvermutung ist natürlich die Präsentation des Schuldigen. So machte sich der Ermittler an die Arbeit.

Akunin schildert die vorrevolutionären Verhältnisse in Russland, in dem sich Fandorin in einem Geflecht unterschiedlichster Interessen wiederfindet. Zum einen gibt es Probleme in dem Machtapparat, in dem er agiert und Probleme zwischen den unterschiedlichen Polizeibehören. Zum andern schießen revolutionäre Bewegungen wie Pilze aus dem Boden, in denen sich auch der eine oder andere im Tötungsgeschäft in Lohn und Brot steht. Womit natürlich nicht gesagt wird, dass der General an purer Geschäftemachererei starb.

2007-05-03T09:00:00+00:003. Mai 2007|Categories: Dies und Das|Kommentare deaktiviert für Boris Akunin – »Der Tote im Salonwagen«