Ganz, ganz schlechte Nachricht - ohne JavaScript werden wir hier nichts...

Verhinderte Safari

Vorgestern hatte ich mich entschlossen, heute eine Safari durchzufuehren. Heute nacht schon wusste ich, dass das nichts werden wuerde. Weshalb es nichts werden wuerde, das habe ich dann aber erst heute morgen begriffen. Aber der Reihe nach…

Gestern habe ich mich auf den Weg gemacht, dass Two Oceans Aquarium zu besichtigen. Sehr, sehr eindrucksvoll. Ich bin wohl nicht die vorgeschriebene Route entlang gegangen, und so konnte ich die Haie in einem eindrucksvollen Becken zuerst betrachten. Der Hai gilt auch hier als Feind. Und so gibt es eine Kampagne, auch von dem Aqaurium, in dem man drauf hinweist, dass (ich will nicht luegen und es spaeter sicher korrigieren, da ich Fotos von der Kampagne habe) 700 Leute durch defekte Toaster ums Leben kommen und 9 durch Haie. Die Zahlen beziehen sich wohl auf Suedafrika.

Sehr schoene grosse Becken, sehr sehenswerte kleine Becken und es gibt die Moeglichkeit, interaktiv mit dem Thema Ozeane umzugeben, beispielsweise in dem man Plankton unter dem Mikroskop beobachten kann oder Pflanzen aus dem Meer anfassen kann.

Das Aquarium befindet sich an der Waterfront und gehoert zu den Sachen, die man unbedingt gesehen haben sollte in Cape Town.

Ein Besuch an der Waterfront, den Restaurants und den Einkaufszentrum ist ein Kontrastprogramm zu den Townships der Tour am Donnerstag. Da ich hier noch nicht in einem richtigen Restaurant gegessen hatte, wenn wir mal von dem ersten Abend absehen – aber das war mehr eine Strandbar, hatte ich das gestern nachgeholt. Ich in den City Grill gegangen, ein Name der in Deutschland eher an einen Doenerstand erinnern wuerde, und hatte Chips und ein schones Steak. Spaeter am Abend sass ich mit einem Mitbewohner vor dem Haus, wir quatschten, betrachteten den Vollmond, tranken suedafrikanischen Rotwein. Allerdings merkte ich da, dass es mir schon nicht besonders gut ging. Irgendwas drueckte. Als ich mein Zimmer kam und die Toilette aufsuchte, konnte ich die Ursache sehen. Durchfall in der uebelsten Form, der mich die ganzen Nacht auf Trapp hielt. Was nun allerdings der Hit war: Das Toilettenpapier war irgendwann alle, und ich wusste nicht, wo ich neues herbekam. Ich fand eine Rolle, und riss mir, da ich nicht wusste, wem sie gehoerte, eine gewisse Anzahl von Blaettern ab. Das rettete mich ueber den Morgen. War ich also nicht auf Toilette, um den Darm zu entlehren, hockte ich vor selbiger, um die Entleerung auf die alternative Weise gewaehrleisten zu koennen.

Heute morgen war mir also nicht nach Safari und ich hatte mir die Vokabeln fuer Brechen, Durchfall und krank sein aus dem Woerterbuch herausgesucht. Um acht Uhr sollte ich abgeholt werden, um halb zehn hatte ich meine Vokabeln immer noch nicht anwenden koennen. Zwischenzeitlich bin ich von Nina, einer sehr netten Mithausbewohnerin, mit Immodium, Brezeln und netten Worten versorgt worden, und wo der Kamillentee steht, weiss ich jetzt auch.

Ich nahm die Tabletten, die Plus‐Variante, die man zerkauen muss und legte mich ins Bett. Sie schmecken nach Pfefferminz und der ueble Geschmack kommt erst spaeter. Ausser einer gewissen Schwaeche geht es jetzt ganz gut.

So kann ich sagen, dass es gar nicht schlecht ist, dass die Leutchen nicht gekommen sind, was aber natuerlich meine Plaene fuer morgen ein wenig unsicher macht. Werden sie kommen und mich holen, oder habe ich morgen Zeit, Vokabeln zu pauken.

2007-02-03T12:44:00+00:003. Februar 2007|Categories: Unterwegs|Kommentare deaktiviert für Verhinderte Safari