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Das rote Buch (II)

Hatte ich schon erwaehnt, dass es hier relativ heiss ist? Ja, hatte ich. Es ist relativ heiss hier. Da kann man schon mal vergessen, was man eigentlich schreiben wollte, gerade wenn man noch ein wenig in Hektik ist. Also was hat es nun mit dem roten Buch auf sich? Das rote Buch war meine Rettung in der Schule.

Wenn meine Englisch‐Kenntnisse so berauschend waeren, haette ich es nicht noetig, eine Sprachschule fuer Englisch zu besuchen. Aber da sie es nun mal nicht sind, hatte ich halt diesen Entschluss gefasst. Ich habe mich auf dem Formular, als Anfaenger eingetragen. Das entspricht auch der Wahrheit. Denn ich hatte vor 15 Jahren mal 3 Doppelstunden englisch: Wie weit man damit kommt, kann man sich gut vorstellen. Durch meinen Job, sah es bald darauf so aus, dass ich eine Stunde da war und drei Stunden nicht. Das ist nicht gerade foerderlich, weshalb ich dieses Experiment abbrach.

Die Englisch‐Kenntnisse die ich habe, verdanke ich dem Lesen von englischen Dokumentationen, desweiteren Babelfish und Google Translate. Das ist nicht so besonders doll, aber hat mich lange Zeit auch nicht gestoert.

Wer bei Cape Studies einen Kurs gebucht hat, muss zuerst einen Einstufungstest abgeben. Sobald man nicht mehr weiterkommt, sollte man aufhoeren. Nicht raten! Man koennte Glueck haben und Glueckstreffer landen. Ich haette nicht so diszipliniert sein sollen, und frueher aufhoeren sollen. Die Aufforderung, den Test komplett auszufuellen, ist fuer Kundige sicher eine sinnvolle Aufforderung, fuer Unkundige jedoch nicht. (Uebrigens habe ich Sachen unterschrieben, von denen ich nicht genau weiss, was sie bedeuten. Ich hoffe mal, dass mein Auto in Kiel mir noch gehoert und nicht schon nach Kapstadt verschifft wurde.)

So, ich landete in einer Klasse, die sich mit dem 12. Chapter des Levels Pre‐Intermediate beschaeftigte. Mal ehrlich: Ich haette mich so nicht eingestuft, und wenn ich dann mit dem if und 2. Conditional bombadiert werde, vergehen einem erst einmal Hoeren und Sehen. Denn: Im If‐Teil wird zwingend die Vergangenheitsform verwendet. Wenn man vorher noch keinen Englisch‐Kurs hatte, ist es schwierig diese zu bilden. Dann habe ich gelesen, dass es gar nicht so schwierig ist und man an die Vergangenheitsform einfach ein -ed ranhaengt. Aber das Englische ist dem Deutschen nicht so fremd und terrorisiert seine Benutzer mit diversen unregelmaessigen Verben. Die mir dann auch immer das Genick brachen.

Von einer Mitschuelerin, Stefanie, hatte ich in den Tipp bekommen, mich mit einer Grammatik zu versorgen. Die gibt es in der einfachen und in der komplizierteren Form. Letztere ist blau, Erstere ist rot. Ich bin also zu Jenny marschiert, die bei Cape Studies an der Rezeption arbeitet, und habe gesagt, ich haette gern die rote Grammatikschule. Nein, es waere besser, wenn ich die Blaue naehme. Das waere mein Level. Die Erwiederung, und da sieht man es mal wieder, wie wichtig Englisch ist, dass haargenau das mein Problem waere konnte ich nicht geben, so beharrte ich auf dem roten Buch.

Und jetzt geht es mir wirklich besser und ich habe eine Super‐Abendlektuere. Das rote Buch. Mit den Vergangenheitsformen zum Auswendiglernen.

Mal sehen, ob ich ab Montag die Moeglichkeit habe, Privatstunden zu bekommen. Hilfreich waers ja…

2007-02-03T13:15:00+00:003. Februar 2007|Categories: Unterwegs|Kommentare deaktiviert für Das rote Buch (II)