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Dan Kavanagh – »Duffy«

Der Typ, der auf dem Cover meiner »Duffy«-Ausgabe abgebildet ist, hat überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem Duffy, wie ich ihn mir vorstelle. Auf dem Cover ist ein Mann mit Sonnenbrille und prächtigem Haarschopf zu sehen, der wie ein Lude zu tun hat.

Es kann natürlich sein, dass man nicht Duffy abgebildet hat, sondern einen seiner Gegenspieler. Aber sein größter Gegenspieler wird als eleganter Mann geschildert, insofern auch nicht recht nachvollziehbar. Nein, der Duffy, den ich vor Augen habe, ist ein kleiner Mann, vielleicht ein wenig dicklich und vor allem hat er recht wenig Haare. Andererseits hat er wohl so viel Charme, dass ihm gelingt, Menschen für sich einzunehmen. Duffy versucht Menschen beiderlei Geschlechts für sich einzunehmen, auch in sexueller Hinsicht. Duffy kann sich nicht festlegen und dies ist ein Grund, warum er in die Situation geriet, die in dem Buch geschildert wird.

Das Buch beginnt ein grandios. Auf der Rückseite steht geschrieben, das Buch wäre ziemlich komisch. Das würde ich für das erste Kapitel auch ohne weiteres unterschreiben. Danach schwingt das Pendel von Komik zu Spannung. Langsam aber stetig, so dass man sich am Ende des Buches kaum noch halten kann.

Man darf verfolgen wie zwei Gangster eine Frau in ihrem Haus überfallen und sich daran machen, nachdem sie die Dame gefesselt haben, das Haus zu durchsuchen. Die Frau ist nicht beruhigt, das kann man nicht behaupten, aber die Gangster hatten ihr immerhin versichert, dass sie sich keine Sorgen machen brauche, ihr würde schon nichts passieren. Später eröffnen sie ihr, dass sie gelogen hätten, aber es würde schon nicht so schlimm werden. Die Ehefrau von Brian McKechnie ist natürlich außer sich, aber sicher auch froh, die Sache überlebt zu haben. Der Kater der McKechnies übersteht diesen Überfall allerdings nicht, aber daran ist er selbst schuld.

Brian überlegt schwer, wie es denn sein konnte, dass seiner Frau so etwas angetan wurde. Schwer ins Grübeln bringt ihn auch die Tatsache, dass die Gangster es nicht versäumt hatten, den Namen seiner Geliebten fallen zu lassen. Bald darauf beginnen die Anrufe. Er möge doch bitte schön in dieser oder jener Mülltonne fünfzig Pfund platzieren. Die Beträge steigen und Salvatore, so nennt sich der steht verbindlich bleibende Anrufer, will nicht damit herausrücken, was passiert, wenn McKechnies nicht zahlt. Aber der kann es sich schon vorstellen.

Die Beträge steigen und für den Geschäftsmann sieht es so aus, als ob es günstiger wäre, sich einen Privatdetektiv zu nehmen, um den Fall zu untersuchen, als immer weiter zu zahlen. Zumal die Polizei ein ausgeprägtes Desinteresse an dem Fall zeigt.

So gerät er an Duffy und Duffy gerät damit eine große dreckige Geschichte, die nicht nur die Geschäftsinteressen seines Klienten bedrohen, sondern auch seine Interessen. Sein Interesse, es sei nur am Rande erwähnt, ist es zu leben. Mit zunehmenden Erfolgen bei der Ermittlungen korrespondiert dieses Interesses Duffys nicht mehr mit denen der Gegenspieler seines Klienten.

2006-10-02T12:10:00+00:00 2. Oktober 2006|Categories: Dies und Das|Kommentare deaktiviert für Dan Kavanagh – »Duffy«