Mich ja allerdings eher zu Tränen. Heute kam die Antwort auf meine Mail vom Sonnabend. Sie war so gestaltet, wie ich es erwartet hatte. Es beginnt mit einem Witz, einem guten, wohlgemerkt, aber einem Witz.

Vielen Dank für Ihren Auftrag und das in uns gesetzte Vertrauen.

Das ist schon einmal gut, und lässt einen hoffen, aber die Enttäuschung folgte auf dem Fuße:

Wir haben Ihren Auftrag geprüft und festgestellt, dass die von Ihnen gewünschte DSL Geschwindigkeit aus technischen Gründen nicht verfügbar ist. Daher wurde Ihr Anschluss zu der für Sie verfügbaren Höchstgeschwindigkeit von 3.072 k/bits realisiert. Diese Umschaltung erfolgte durch Ihre Zustimmung unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen Leistungsbeschreibung Punkt 1. Überlassung des 1&1 DSL-Anschlusses.

Ich habe geantwortet, dass mir die Antwort nicht akzeptabel erscheint, denn schließlich würde in den 1&1‑AGB ja auch dieser bewusste Satz von dem Wunsch des Kunden, nach weniger Leistung stehen, der aber offenbar in der gelebten Kundenbeziehung keine Rolle zu spielen scheint. Ich habe sie auch gefragt, ob man denn unbedingt immer gleich mit Rechtsanwalt, Kündigung und c’t drohen muss, nur um entweder Kulanz (die in diesem Fall wohl nicht notwendig ist) oder Recht zu bekommen. Leider hat mein Kunde mir heute mitgeteilt, dass er einen Vertrag bei 1&1 abgeschlossen hat. Leider zu früh, sonst hätte ich ihn noch gern gewarnt. Nun kamen die Warnungen zu spät. Aber er weiß zumindest, dass er bei Upgrade sehr vorsichtig zu sein hat. Es geht ja auch um das Prinzip: Die 60 Euro im Jahr (bis zur Kündigung des Vertrages, wenn 1&1 das nicht anständig hinbekommt), tun mir nicht unbedingt weh, aber ich weiß nicht, ob ich hier in der Nähe einen Anwalt wie den Law-Blogger habe, der befähigt ist, denen in Montabaur mal auf die Füße zu treten. Ich habe das Gefühl, dass sie nicht nur mich für dumm verkaufen, sondern wahrscheinlich noch so manch anderen in der Republik. Sollte irgendwer das Gefühl haben, ich wäre nicht gerecht mit der Firma, die ja Millionen Kunden vertritt: Mir egal! Dann kam da noch die Meldung, dass die in Montabaur jetzt gerade testen, wie es denn ist, wenn man den Surfer mit seinem ersten Aufruf auf das firmeneigene Portal verweist. Die Mail soll am 12. August herausgegangen sein. Na, ich habe sie nicht bekommen, ich würde mich auch herzlich bedanken, für den Service, diese schrottige Seite (die aber noch von der T‑Online-Seite getoppt wird) zu lesen. Verkauft wird einem das als Service. So wie die Entscheidung, meinen Anschluss einfach mal mit 3.072 kbit/s ordern, auch ein Service von 1&1 gewesen ist.