15:15 Uhr: Anruf beim Kunden-Chef, dass er bitte demnächst zu mir in den Schulungsraum käme. Es wäre noch nicht soweit, man will aber nicht zu dem eigentlichen Zeitpunkt mit der Tür ins Haus fallen.
15:40 Uhr: Ich werde ungeduldig, greife zum Hörer und Kunden-Chef versichert mir, dass er auf dem Wege sei.

15:43 Uhr: Kunde steht in der Tür, im Schlepptau ein Kollege von mir. Diskussion über Versionupdate beginnt.

15:45 Uhr: Hinweis von mir, dass ich eigentlich los müsste. Kollege bietet an, mich zum Flughafen zu fahren. Blick auf die Uhr zeigt ihm, dass dies eine schlechte Idee sei. Man ist ja in München und nicht in Kiel.

15:46 Uhr: Kunde versichert mir, dass es eine gute Idee sei, um 16:00 Uhr in der S‑Bahn zum Flughafen zu sitzen.

15:47 Uhr: Nach der Verabschiedung von meinen »Schülern« mache ich mich auf dem Weg zum Bahnhof. Ich habe fünf Minuten kalkuliert.

15:52 Uhr: Verkalkuliert.

15:53 Uhr: Renne in die U‑Bahn und merke, da wollte ich gar nicht hin. Auf der Rolltreppe ist verdammt viel Verkehr und an ein Durchkommen nicht zu denken.

15:55 Uhr: Endlich in der S‑Bahn am Hauptbahnhof. Zumindest in dem Tunnel. Strenger Spurt zum Fahrkartenautomaten.

15:56 Uhr: Fahrkartenautomat zeigt an, dass er Zwanzig-Euro-Scheine nehmen würde. Fein, denke ich mir, und drücke auf die »4« (Flughafen-Tarif). Die Scheine »20« und »50« erlöschen. Mit Kleingeld – 8,80 Euro – kann ich nicht dienen. Wilder Blick auf einen Nachbar-Automaten. Erobert. Gleichen Spiel nochmal.

15:58 Uhr: Stürmischer Kaufhaus-Besuch. Die Zeitschriften-Abteilung gleich vornean. Man will ja nichts kaufen, was man nicht braucht, deshalb eine CHIP mit DVD. Toll. Kasse fast leer, nur eine Frau mit einer Hörzu. Aber der Kassierer … zählt gerade seine Kasse.

16:01 Uhr: CHIP, die man eigentlich nicht braucht, gekauft, Fahrkarte mit Zehn-Euro-Schein geholt. Wieder im zügigen Gang unterwegs, diesmal zum Bahnsteig. Das Beste hoffend.

16:02 Uhr: Glück gehabt, S‑Bahn zum Flughafen fährt ein.

Über den Müncher Flughafen verliere ich keine weiteren Worte.