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Ivana Jeissing – »Unsichtbar«

Ich werde noch heute von so manchem Stoff überrascht und ehrlich gesagt, ist es das, was mich am Buch hält. Zwar weiß ich sehr gut, was mich bei einem Jeffery Deaver oder einem Lee Child erwartet, und diese Romane lese ich aus einem anderen Grund (ist ein wenig wie Tageschau gucken). Von Romanen wie »Unsichtbar« indes erwarte ich mir nicht viel, und das Thema ist auch keines, was mich wirklich anspricht. Das ist nicht der Meisterin oder dem Meister des Wortes zuzuschreiben, sondern liegt oft schlicht an der uninteressanten Thematik.I

Selbstverständlich habe ich »Herr der Ringe« gelesen, trotzdem käme ich jetzt nicht auf die Idee, mir jede Menge Bücher von Orks zu kaufen. Mit dem Ringe‐Wälzer hat sich das Thema für mich erledigt. Ähnlich sieht es wahrscheinlich mit dem Büchern aus der Kategorie von »Unsichtbar« aus. Ich habe es gelesen, mich prächtig amüsiert und werde mich aber jetzt kaum auf das Genre der lustigen Frauen‐Selbstfindungs‐Bücher stürzen. Was nicht abwertend gemeint ist, es ist einfach mal eine Schublade, die ich geöffnet habe und ich zahle auch gern einen Euro in die Klischee‐Kasse.

Die Heldin in dem Buch Terry Jane ist von London nach Berlin gezogen. Ihr Mann wollte es so. Ihre Mutter bezeichnete sie als perfekte Schattentaucherin, und auch Jenny war in dieser Disziplin einsame Spitze. Mit solchen und ähnlichen Begriffen, hat Ivana Jeissing ganz schnell mein Herz erobert. Hinzu kam gleich zu Anfang die herrliche Schilderung ihrer Geburt. Ich habe, ungelogen, Tränen gelacht. Das muss erst jemand schaffen.

Eigentlich geht es ganz ruhig weiter. Jane begreift, dass ihr Mann sie betrügt. Sie lernt einen Mann kennen, der in Berlin ein kleines Kino betreibt und mit Fred kann sie sich auf das Beste unterhalten. Mit ihrem Mann indes wechselt sie kaum noch ein Wort. Fred, der in fortgeschrittenem Alter ist, fragt Jenny, warum sie denn verheiratet sei und meint, er hätte einen Mann an Hand, der viel besser zur ihr passen würden. Danach ist Jenny aber überhaupt nicht. Stattdessen lernt sie auf einer Ausstellung einen Mann kennen, der ganz nach ihrem Geschmack ist.

Bevor wir es aber mit einem Happy End zu tun bekommen, dürfen wir Irrungen und Wirrungen der Liebe und Freundschaft miterleben. Ein kleines Buch vom Umfang, aber voll Humor und Wärme. Unbedingt empfehlenswert.

2007-03-04T09:00:01+00:004. März 2007|Categories: Dies und Das|Kommentare deaktiviert für Ivana Jeissing – »Unsichtbar«