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Versuch’s mal mit Gemütlichkeit

Zur Zeit düse ich morgens von zu Hause nach Heide und abends wieder zurück. Jeden Tag die gleiche Strecke, mit Ausnahme von Freitag, Samstag und Sonntag. Da kann ich fast noch von Glück reden – andere fahren jeden Tag von Heide irgendwo hin und müssen wieder zurück! Da habe ich es wirklich besser.

Der erste Teil der Strecke geht – lauschige Landschaften in heimatlicher Nähe. Gefolgt von einem Stück Autobahn, welches mit Ausnahme von Ferienzeiten so gut wie staufrei ist. Ein Traum, den man mit 140, 150 gar 160 km/h problemlos genießen kann. Wenn das passende Auto hat. Wer 200 fahren möchte, ist dort fehlt am Platze. Finde ich. Danach geht es wahlweise durch den Rendsburger Kanaltunnel, der eine riesige Baustelle ist zur Zeit (riesig für unsere Verhältnisse, wohlgemerkt) und diese desolate Situation vor Ort lässt mich eine dritte Röhre für Rendsburg fordern, oder man fährt durch Büdelsdorf, welches mich verkehrstechnisch im Augenblick genauso in den Wahnsinn treibt. Hinter Rendsburg kommt Fockbek, welches einen guten Fleischer sein eigen nennt, und dann geht es in Richtung Heide. Vierzig Kilometer.

Es gibt eine hübsche Ecke: Zwischen dem Landkreis Rendsburg und Dithmarschen quert man die Eider. Hätte ich heute morgen nicht sowieso schon so viel Verspätung aufgrund von Witterung und Stau gehabt, ich hätte aussteigen sollen und ein paar Fotos machen sollen. Wirklich reizvoll. Allerdings habe ich das schon so oft gedacht und bin dann doch weiter gefahren.

Hinter Fockbek bin ich letzte Woche auf die Idee gekommen, einen LKW zu überholen, der solide achtzig fuhr. Ich schnurrte dann ab in Richtung Heide und habe mich dabei so gut es ging an die Verkehrsregeln gehalten, also nie mehr als 5 km/h zu viel.

Hin Heide stand ich an der Ampel für einen Linksabbieger und wurde von dem LKW wieder überholt. Da habe ich mich geärgert. Aber nur kurz. Denn ich habe nun meine innere Ruhe gefunden, wenn ich hinter so einem Laster hinterher fahre. Was soll ich mich denn stressen, wenn er mich ja doch an der nächsten Ampel vierzig Kilometer später wieder hat! Das lohnt den Aufwand nicht.

Wieder was gelernt.

2012-01-26T01:37:42+00:00 26. Januar 2012|Categories: Dies und Das|Kommentare deaktiviert für Versuch’s mal mit Gemütlichkeit