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Tage wie dieser

Der Tag begann gut. Ich war rechtzeitig aufgestanden. Das Taxi kam pünktlich. Ich konnte den Taxifahrer bezahlen. Der Bus kam nur mit zehn Minuten Verspätung, was aber nichts machte, da ich keinen Zeitdruck kannte. Ich bekam einen Sitz im Flugzeug und das Flugzeug flog nach Paris. Was will man mehr? Den Rest vergessen…

Erwähnenswert auf der Haben‐Seite: Mein Gepäckstück war eines der Ersten, die herauskamen. Das schaffte mir an der Schlange des SIXT‐Schalters aber keine nennenswerten Vorteile. Ich stand dort mindestens zwanzig, dreißig Minuten.

Was aber noch nicht schlimm war, denn dann stand ich fünfundzwanzig Minuten an dem Schalter. Das System funktionierte nicht richtig und wie immer in solchen Situationen, wo ein Angestellter zigmal meine Kreditkarte durchzieht, werde ich leicht nervös und schwitzig. Das Ende vom Lied war, dass er einen Zettel von Hand ausfüllte, was die Sache nicht beschleunigte. Aber nach langer, langer Zeit hatte ich dann meinen Autoschlüssel. Das Auto, ich will nicht klagen, ein schicker und bequemer Ford.

Ich installierte das Navi‐System, das ich selbst mitgebracht hatte, und fuhr zwei‐, dreimal um den Pariser Flughafen herum, bis ich die richtige Ausfahrt gefunden hatte. Irgendwie lag die Ausfahrt knapp hinter einer Unterführung, was ich oder das System nicht so richtig geschnallt haben, deshalb der kleine Umweg von fünfzehn Minuten. Aber das war ja gar nichts gegen die Warterei im Flughafen, hier war ich – beziehungsweise das Auto – wenigstens in Bewegung.

Kurz vor Caen fiel mir auf, dass etwas an meinem Navi rot blinkte. Ah, die Batterie‐Anzeige! Warum eigentlich, ich habe ihn doch korrekt vergabelt. Wackel, dreh, hin und her überleg. Vielleicht ist ja das Kabel kaputt. Als kurz vor Saint‐Lô das Navi dann seine letzten Elektronen aufgebraucht hatte, hatte ich herausgefunden, dass der Zigarettenanzünder nicht funktioniert. Man stelle sich vor, man reklamiert beim Auto‐Vermieter und sagt, der Zigarettenanzünder würde nicht funktionieren. Da herrscht erst einmal Stille, bis zu dem Augenblick, in dem man es erklärt. Helfen tut mir das nicht, denn die nächste Station ist fast eine Stunde entfernt, da muss ich dann morgen hinfahren, um den Wagen zu tauschen. Ich hoffe mal schwer, dass nur der Zigarettenanzünder kaputt ist und nicht auch noch mein Kabel bzw. die Ladestation.

Später gab es dann noch einen Anruf von meiner Frau: Die Kreditkartenfirma hätte angerufen und die Karte wäre aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Ah ja. Gesperrt??? Warum denn das? Susann war natürlich so vorausschauend, und hat sich gedacht, dass mich das etwas beunruhigen würde. Als bei der Firma angerufen, die einem nach Angabe aller Informationen erst einmal mitteilt, dass alles zum Besten steht und der Verfügungsrahmen ausreichend wäre. Dann stellte sich heraus, dass der Herr am Flughafen die Kreditkarte zu oft durchgeschoben hat und jedes Mal eine Anfrage an die Kreditkartenfirma gelaufen wäre, in der 2000 Euro angefragt wurden, mit meiner Kartennummer dafür aber einem falschen Ablaufdatum. Da macht die Security irgendwann dicht.

Tage wie diese, an die erinnert man sich noch lang. Aber brauchen, tut man sie nicht unbedingt.

2009-04-20T21:20:13+00:0020. April 2009|Categories: Unterwegs|Kommentare deaktiviert für Tage wie dieser