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SIXT in Frankreich

Mag sein, dass man Autos bei SIXT in Paris mieten kann. Ob es unbedingt eine gute Idee ist, wenn man in die Provinz reist, sei einmal dahingestellt. Ich glaube das nicht und würde allen raten, sich lieber einen anderen Anbieter zu suchen. Warum? Das ist kurz berichtet.

In kleineren Orten gibt es keine SIXT‐Agenturen. Da kann man mit den Schultern zucken und sagen, der Ort ist dann halt klein. Wundert dann aber doch, denn in dem Ort sind mindestens zwei andere Agenturen beheimatet, die ich schon gesehen habe.

Wenn man ein Problem hat und ruft bei SIXT an, so wird einem gesagt, man könne den Wagen wechseln, aber das bitte schön bei der nächsten Agentur. Die war dann mal 70 Kilometer entfernt.

Bei einer Kleinigkeit wie der meinen sehe ich das auch noch ein – auch wenn es mir unpraktikabel erscheint, 140 Kilometer für den Wechsel eines Autos zu fahren. Da kommen einem schon die ersten Zweifel.

Aber ich sollte Glück haben: Im sechzig Kilometern entfernten Caen waren zwei Agenturen eingetragen. Eine am Bahnhof und eine am Flughafen. Flughafen, so dachte ich mir, das klingt gut. Der ist gut zu erreichen, da fahre ich hin.

Ich bin erst einmal vorbeigefahren, denn ich brauchte noch eine Tankstelle. Der Wagen wollte vollgetankt zurückgegeben werden. Als ich wieder am Flughafen eintraf, war da nicht mehr zu sehen als ein Schild. Ah, dass ist gar kein richtiger Schalter und die Öffnungszeiten auf der Webseite waren mehr – sagen wir mal – ein Scherz. Egal. Wieder SIXT angerufen und gefragt, was denn mit der Stelle am Flughafen wäre. Ja, hieß es, die wäre gar nicht am Flughafen, die wäre im nächsten Ort.

Das hätte ich mir ja auch denken können. Also wieder in den Ort gefahren, den ich schon kannte, denn er war in weniger als zwei Minuten zu durchfahren – ohne Geschwindigkeitsüberschreitung. Eine SIXT‐Station war nicht zu sehen. Umgekehrt. Wieder geschaut. Wieder nichts gesehen und umgekehrt. Nochmal geschaut. Zum Telefonhörer gegriffen und das Klagelied begonnen, das man schon einmal gesungen hat. Nein, in dem Ort ist die Station. Nein, ist sie nicht. Sollte sie aber.

Egal. Zur Polizei gefahren und gefragt. Nein, SIXT gibt es hier nicht, aber in Caen am Bahnhof, da könnte ich eine Station finden. So sagen es zumindest die gelben Seiten.

Flughafen oder Bahnhof in einer größeren Stadt, so wie Caen, da wäre es kein Problem sein Auto zu tauschen. Nach der Geschichte mit dem Flughafen war ich da schon nicht mehr ganz so sicher. Ich habe mich als in die Rush Hour von Caen gestürzt, und die hatte es wirklich in sich. Ich mochte Caen vorher nicht, ich mag es jetzt noch weniger. Der Verkehr ist einfach grausam, die Stadt scheint dem Verkehr nicht gewachsen zu sein. Und ich frage mich, was die ganzen Leute in Caen wollen. Ach ja, es ist leichter reinzukommen denn raus. Was ich allerdings wiederum verstehe…

Ich fand sogar den Flughafen ohne irgendeinen Stadtplan und ohne das Navigationssystem. Ich fand auch die SIXT‐Station vor dem Bahnhof. Geholfen hat mir das aber nichts. Nein, Autos hätten sie nicht verfügbar. Vielleicht Samstag? Ein wenig zu spät. Nein, sie könne mir nicht helfen.

Gut, dass mein Mütchen mittlerweile ein wenig gekühlt ist. Die Kollegen von SIXT können sicher sein, dass sie noch etwas von mir hören. Ganz gewiss, denn diese Kombination von langem Warten gestern, dusseligen Tätigkeiten, so dass meine Kreditkarte gesperrt wird und dem Akt heute, stimmen mich keinesfalls gnädig.

2009-04-21T22:27:11+00:0021. April 2009|Categories: Unterwegs|Kommentare deaktiviert für SIXT in Frankreich