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P.J. Tracy – »Mortifer«

Es sah nach einem harmlosen Ausflug aus, aber Grace, Annie und Sharon sollten am Bestimmungsort nie ankommen. Sie wollten der örtlichen Polizei bei den Ermittlungen helfen, aber in den riesigen Wäldern von Wisconsin verfuhren sie sich. Harley, ein guter Freund vermutete, sie hätten sich vermutlich auf der Suche nach einer schönen Kirche oder ein einmaligern Einkaufs‐Mall verfahren. Soweit lag er davon nicht entfernt. Aber auch er wurde unruhig, als sie am Abend noch nichts von ihren Freunden gehört hatten.

Am Vormittag des gleichen Tages hatte sich Unglaubliches zugetragen. Four Corners. Dort war wirklich nie viel los. Eine Tankstelle und ein kleiner Lebensmittelladen, der gleichzeitig auch Gaststätte war. Von den vier Ecken waren zwei abgebrannt. Der Ort lebte von Landwirtschaft. Ein Milchlaster in einer solchen Umgebung war nicht ungewöhnlich. Das der Milchlaster aber verunglückte schon mehr. Das an diesem Unglück ein ganzes Dorf einging, alles Tierische, alles Menschliche war innerhalb von Sekunden tot.

Wenige Momente später wurde das Gebiet von Soldaten abgeriegelt. Den drei Damen war es gelungen, durch die Sperre zu kommen oder die Straße, über die sie ankamen, war nicht gesperrt. Dabei kamen die Damen noch nicht einmal direkt in die Ortschaft, sondern sie waren von ihrem Weg angekommen und das Auto wollte nicht weiterfahren. Als sie in der Ortschaft waren, hatte sich das Gas verflüchtigt. Es war keine Menschenseele zu sehen. Die Soldaten hatten ganze Arbeit geleistet. Zwei Ereignisse brachten die Ermittlerinnen dazu, einzusehen, dass dies hier gar nicht natürlich war. Ein Paar wurde vor ihren Augen von den Soldaten erschossen. Das sollte schon einmal reichen. Als sie in einem Haus einen toten Hund fanden, den sie anfangs für ein Kuscheltier hielten und deshalb auch wie ein solches streichelten, ging ihnen auf, dass sie um ihr Leben kämpfen würden.

Die Soldaten hatten auch schon mitbekommen, dass es nicht nur das Paar, dass sie erschießen mussten, als Eindringlinge gab. Es gab Spuren, die darauf hinwiesen, dass sich weitere Personen in der Zone aufhielten. Man machte sich auf die Suche nach den Frauen. Die Direktive war ganz klar: Die Frauen mussten umgebracht werden.

Währenddessen schreiten die Freunde von Monkeewrench zur Tat. Sie kannten ihre weiblichen Mitstreiterinnen genau und wussten, dass diese es nie versäumen würden, sich bei ihnen zu melden. Es musste etwas passiert sein. Über Handy waren sie nicht zu erreichen. Man schnappte sich den Bus und auf ging es.

Jede Menge Beziehungsgewirr, eine ziemlich brutale Hintergrundgeschichte und atemlose Spannung – eine gute Zusammenfassung. Gemischt mit einer Prise unwahrscheinlicher Techniksachkenntnis (FBI‐Datenbank einfach so sabotieren u.s.w.) und unmöglichem Humor kommt dabei ein hochunterhaltsames Buch heraus, das man nur sehr ungern zur Seite legt. Muss man ja aber auch nicht, wenn es einem gehört. Also Leute, kauft Bücher! Dieses ist schon mal ein guter Anfang.

Nicht vergessen: Auch die anderen beiden Bücher von dem Autorenduo P.J. Tracy sind höchst unterhaltsam. Es fällt mir schwer zu sagen, das neue Buch wäre besser oder schlechter als die anderen. Das ist ein gutes Zeichen von Qualität.

2006-06-08T17:10:00+00:008. Juni 2006|Categories: Dies und Das|Kommentare deaktiviert für P.J. Tracy – »Mortifer«