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Prag – 4. Tag

Man kann sich durch Prag ganz Prima mit der Metro bewegen. Es ist nur die Frage, ob man es auch wagt. Denn ein grosses Hindernis, wie ein Drache vor der Hoehle einer schoenen Prinzessin, ist die Rolltreppe. Die kann einem zu schaffen machen.

Wenn man sich auf sie wagt, wird man in die Hoelle transportiert. Und das mit einer sagenhaften Geschwindigkeit. Ich habe eine aeltere Dame gesehen, die sich nicht auf die Rolltreppe gewagt hat. Es hat eine Weile gedauert, bis sie diese betrat und ihr Mann wartete schon ungeduldig am Ende der wirklich langen und ziemlich steilen Strecke. Susann fand sie auch ziemlich fix und sie war ihr nicht geheuer. Mit Entgeisterung nahm sie die Information auf, dass die Rolltreppen in Prag schon langsamer gestellt worden seien. Aber Rolltreppen sind nicht nur ungeheuerlich, wenn sie funktionieren. Noch ungeheuerlicher werden sie, wenn sie nicht funktionieren. Runter mag es ja noch gehen, da ist es nur unangenehm. Aber eine nicht funktionierende Rolltreppe hinaufzusteigen, kann einen ganz schoen fertig machen. An einer U‐Bahn‐Station gab eine Rolltreppe kurz, bevor wir sie betraten, den Geist auf. Man koennte daraus auch einen Sport machen.

Montag hatten wir im Hotelrestaurant gegessen. Da kann man nichts falsch mit machen. Die Preise sind angemessen, das Essen italienisch angehaucht. Da man das in jeder Ecke der Welt bekommen kann, will ich keine weiteren Worte darueber verlieren. Gestern waren wir abends noch mal in der Stadt, trotzten Schnee und Kaelte und suchten uns was urgemuetliches aus. Geld hatten wir schon genug ausgegen, so probierten wir Ceska Hospoda aus und wurden nicht nur von den Preisen positiv ueberrascht. Sobald die Bedienung merkte, dass wir uns deutsch unterhielten, schaltete er um auf deutsch. Der Service war schnell, sehr freundlich und kompetent. Der Hauptgang fiel im Vergleich zur Vorspeise und zum Dessert ab, das lag aber an der hervorvorragenden Qualitaet von Vorspeise (einem gegrillten, knoblauchtriefendem Brot mit Kaese ueberbacken) und des Desserts (Obstknoedel). Ich bin der absoluten Ueberzeugung, dass was die boehmische Kueche angeht, ich mit Obstknoedeln ueberleben koennte. Aber auch der Lendenbraten in Rahmsosse war schmackhaft. Haette ich ihn ohne Vorspeise und Dessert gehabt, ich waere hoechstzufrieden gewesen. (Die anderen Restaurants sind in Reisefuehrern und Prospekten zu finden. Von diesem weiss ich es nicht, deshalb hier die Adresse: Veyenska 9 in Prag 1 – wie immer ohne Akzente geschrieben).

Heute geht es zurueck in Richtung Heimat. Kleine Zwischenstation in Potsdam (Konzert) und ab morgen werden wir uns wieder mit Matjes begnuegen.

2006-03-15T14:30:08+00:0015. März 2006|Categories: Dies und Das|Kommentare deaktiviert für Prag – 4. Tag