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Eine Stunde

Vorgestern Abend  rief mein Massage‐Studio an: Ich könne um 4 Uhr zur Massage kommen. Gute Zeit, sagt ich, mache ich.

14 Stunden später: Ich sitze im Auto und fahre zur Arbeit. Man könnte sagen, dass ich mir beim Denken zuschaue. Denn ich denke: Schön, dass das mit der Massage geklappt hat. Eigentlich fast ein Wunder, denn sonst habe ich die ganzen Dienstreisen. Warum habe ich eigentlich diese Woche keine Dienstreise, zumindest nicht am Anfang der Woche? Ah ja, stimmt, wegen dem Arzttermin um vier Uhr. Arzttermin um vier Uhr – da habe ich doch gestern die Massage zugesagt .… Schimpfworte für mich selbst

Das soll hier aber gar nicht Thema sein, denn es geht um die Hecke. Die sollte nämlich nach der Massage dran glauben. Beim Arzt war das immer so eine Sache. Der sagt zwar, dass der Termin um 16 Uhr ist, aber dann wird erst dieses gemacht, denn jenes und schlussendlich wartet man dann im Arztzimmer noch mal zwanzig Minuten auf den Arzt. Soll ja auch so sein und spricht auch für seine Gründlichkeit, da ich nur loben kann.

Wenn man im Arztzimmer auf einen Arzt wartet, kann man aber nicht gleichzeitig eine Hecke mit einer Kettensäge umbringen. Und dieses Massaker musste dieser Woche sein. Unbedingt aber diese Woche. Das war aber so ohne Weiteres nicht mehr möglich, denn heute Nachmittag bin ich nach München geflogen und am Wochenende sind wir in Essen. Der 15. März – die Deadline des Beschneidens – stand unmittelbar vor der Tür und danach ist ein Beschneiden von Hecken und Bäumen bis zum Herbst nicht mehr möglich. (Susann meinte, da hat sich die Säge ja gar nicht gelohnt.)

Da musste ein neuer Plan her! Mein Flug sollte erst gegen 17.00 Uhr gehen. Also fasste ich den Plan, früh auf zustehen und zu arbeiten. Dann in einer frühen und verlängerten Mittagspause die Hecke zu massakrieren, anschließend unter die Dusche zu springen und dann ab zum Flughafen. Die Praxis machte die Theorie natürlich zunichte. Um 10 Uhr rief ich meinen Kollegen an, wie vereinbart, und er meinte, er hätte gerade sein Zuhause verlassen. Arrrggghhhh. Um halb elf Uhr kamen wir zusammen und stellten mal fest, dass das, was funktionieren sollten, so überhaupt nicht funktionieren wollte. Wir probierten rum und um kurz nach elf Uhr kapitulierte mein Kollege und meine, dass müsste untersucht werden. Er würde sich melden. Um halb zwölf Uhr drohte mein Plan in sich zusammenzubrechen, was man von der Dornenhecke nicht behaupten konnte. Susann stand in der Tür und ich entschied: Pause!

Susann müht sich...Wir machten uns an den die Hecke, setzten noch Heckenschere und Co. ein, um effektiv die Hecke wegnehmen zu können und siehe da: Nach einer Stunde waren wir durch. Gut, wir haben nun einen zweiten Berg von Holz‐ und Gestrüpp. Riesig, in meinen Augen. Aber wir waren irgendwie happy. Wir haben etwas geschafft und wir entwickelten eine gewisse Routine, auch wenn ich die ansonsten doch sehr vorsichtige Susann immer wieder ermahnen musste, mir nicht in den Umkreis der Säge zu rennen. (Ich hätte beinahe gesagt, meiner Säge, aber es ist ja unsere Säge… Auch wenn hinzugefügt werden muss, dass Stihl immer noch diesen frauenfeindlichen Zieh‐Anwerfer verwendet und es nicht möglich ist, die Geräte mit Knopfdruck zu starten, womit es zumindest meiner Frau nie möglich sein wird, diese Geräte in Betrieb zu nehmen. Vielleicht sollte Stihl doch mal in Richtung Usability bei Samsung und Apple schauen.)

Immerhin haben wir das geschafft, was wir schaffen wollten. Nun müssen wir das Abholz nur noch abtransportiert bekommen.

2016-11-05T07:33:17+00:0012. März 2015|Categories: Dies und Das|Tags: , , , |Kommentare deaktiviert für Eine Stunde