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Grünbelag

Bestimmte Sachen hat man als Nicht‐Haus‐ und Nicht‐Garten‐Besitzer gar nicht auf der Peilung: Als ich diesen grünen Belag das erste Mal auf meiner Terrasse erblickte, fragte ich mich laut und entsetzt, was das jetzt ist, und was man dagegen macht. Das war eine der Sachen, die einem vor dem Haus‐Kauf verschwiegen werden. Wie beispielsweise auch Laub‐Reinigung der Regenrinne (steht mir auch noch bevor) und Winterstreu zusammenfegen.

Nun die Lösung, was man damit macht, war eine Lösung. Diese ist im Baumarkt zu erhalten und wird in Kanistern verkauft. Susann als Chemikerin war erst einmal dagegen und wollte die Chemie nicht in ihrem Garten haben. Da sie aber keine bessere Lösung zu bieten hatten (eigentlich keine), wurde eine Bio‐Lösung gekauft und auf der Terrasse ausgebracht. Das etwas poröse Material wird offenbar von diesem grünen Teufelszeug geliebt wie nichts, denn auf Pflastersteinen ist es nicht zu finden. Ein wenig Moos taucht auch hin und wieder auf dem Asphalt auf, aber das kann man fast vernachlässigen und wird von mir nebenbei mal abgeflammt.

Mit vier bis fünf Kanistern ist die Sache erledigt. Aber dies halt jedes Jahr. Sollte die Terrasse in ein paar Jahren gemacht werden müssen (und oh ja, alles an einem Haus und drumherum muss irgendwann einmal gemacht werden – das vergisst man im Haus‐Kauf‐Enthusiasmus auch ganz gern), dann werde ich sicher darauf achten, dass es ein Anti‐Grünbelag‐Stein sein wird.

Vernichtet wird das Zeug auch nur an den Stellen, die direkten Kontakt mit der Chemie haben. Was nicht von der Flüssigkeit benetzt wurde, lebt und grünt weiterhin.

Zu Erfreulichem: Wir sind mit dem Rasenmäher ausgefahren. Ich hatte noch nicht erwähnt, dass es ein Automatik‐Getriebe hat. Das hat so seine Tücken. So wie ein Automatik‐Getriebe im Auto auch so seine Tücken hatte. Als ich das erste Mal mit einem Automatik gefahren bin, waren die Bremsvorgänge manchmal ziemlich heftig – nämlich dann, wenn man die Füße so positioniert, wie man es von Autos mit Schaltung kennt. Dann merkt man erst einmal, wie schnell so ein Auto zum stehen kommen kann. Hier ist es ähnlich: Es gibt drei Pedale und mit dem einen bremst man, mit einem zweiten fährt man vorwärts, mit dem anderen führt man rückwärts. Ist man nun gerade am rückwärtsfahren und meint: »Oha, das ist jetzt aber zu fix!« und geht auf die vermeintliche Bremse, dann macht man einen ganz schönen Satz nach vorn. Manch einer, so wurde uns berichtet, hat damit seinen Rasenmäher schon zu Schrott gefahren. Das ist gut vorstellbar, gerade wenn man die Hasen‐Motorstärke eingeschaltet hat.

Die Leistung des Motors wird über einen Hebel eingestellt. Die schwächste Leistung ziert eine Schildkröte, die stärkste ein Hase. Hat man die Schildkröte eingeschaltet, wird wohl nicht soviel passieren. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich schon, dass es einen ganz schönen Schuss geben kann, wenn man im Hasen‐Modus das Pedal durchdrückt.

2012-03-03T18:52:51+00:003. März 2012|Categories: Dies und Das|Kommentare deaktiviert für Grünbelag