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Nur wer Veränderung nicht scheut…

Wir buchten vor einiger Zeit das Hotel auf Langkawi – einer malayischen Insel gar nicht so weit von Thailand. Ich guckte für schmucke Hotels, die nicht viel Kosten. Aber es ging noch günstiger. »Wir schlafen da ja nur«, war der O‐Ton meines Schwesterchens. Ja, dachte ich mir, wir schlafen da ja nur. Allerdings: Das ja auch acht Stunden am Tag plus ein wenig Zeit davor, ein wenig Zeit danach und die sanitären Anlagen ebenfalls. Ich bin kein großer Fan mehr von »Wir schlafen da ja nur«-Sätzen…

Nachdem der Flug endlich gegangen ist, fuhren wir mit dem Taxi zu unserer Unterkunft. Sie erfreulicherweise gar nicht so weit vom Flughafen entfernt. Am Abend sagt man das so gern, ob man das am Tag dann auch noch so sieht, weiß ich nicht: Einflugschneisen von Flughäfen können was sehr hässliches haben. Aber das sollte uns nicht kümmern. Wir bezahlten das Zimmer sofort und hinterlegten noch ein Deposit für den Schlüssel.

Ein junger Mann kam, nahm sich das Klopapier von der Rezeption und zeigte uns das Zimmer. Es ist ein Motel, stand ja draußen auch dran, und es kostete nicht viel. Umgerechnet 30 Euro die Nacht, das ist nicht sonderlich viel. Der Geruch im Zimmer war nicht einladend, aber zum aushalten. Wahrscheinlich hätte ich in der Nacht einen prophylaktischen Schnupfen bekommen und sowieso nichts gemerkt. Die Natur ist manchmal gnädig.

Dann machte er die Türe zum Bad auf, Steffi guckte rein und verdrehte die Augen – da war Bewegung im Raum, so ähnlich sagte sie es. Da lief was Schwarzes herum – die existierende englische Bezeichnung Black Beetle klingt so passend, wie sie eigentlich auch nüchtern ist – und sie zeigte dem Hotelangestellten das Problem. Ich meinte, der würde schon einen Weg hinaus finden, womit das Problem erst einmal gelöst wäre. Allerdings sah der Rest des Bads auch nicht so besonders toll aus – ich würde sagen, es war schimmlig im schlimmsten Fall, im besten Fall einfach nur versifft.

Der Hotelangestellte kam zurück und nahm sich das Bad vor. Geschlagene zehn Minuten war er damit beschäftigt, das Bad und den Raum nach dem Motto »Chemie hilft, viel Chemie hilft noch mehr« zu vergasen. In der einen Dose war das Todesmittelchen, in der anderen Dose war ein Geruchsverbesserer. Ob das erste Mittel geholfen hat, vermag ich nicht zu sagen, die Tierchen haben sich nicht in aller Öffentlichkeit ergeben. Aber dass das zweite Mittel nicht half, das weiß ich ganz genau. Man konnte den Raum nicht mehr betreten.

Wir brauchten eine Weile, dann gingen wir los, und suchten uns ein anderes Hotel. Das haben wir jetzt auch. Ich mag gar nicht dran denken, was es kostet, aber Steffi hat schon recht, wenn sie sagt, bevor sie ein solches Bad in Kauf nimmt, zahlt sie lieber ein Vielfaches von dem. Sie hat, glaube ich, auch dem Spruch »Wir schlafen da ja nur« abgeschworen.

Positiv zu dem Motel (AB Motel) ist zu vermerken: Sie kümmerten sich sofort (ist ja nicht zwingend eine Selbstverständlichkeit), sie ließen uns auschecken und behielten nur die Kaution für den Schlüssel, zahlten aber den kompletten Zimmerpreis zurück (wo hat man so was schon mal erlebt?) – das war verschmerzbar. Wer Katzen mag, kommt auch seine Kosten. Die werden wir wohl im neuen Hotel nicht finden… irgendwie schade.

2011-10-14T17:45:47+00:0014. Oktober 2011|Categories: Malaysia 2011, Unterwegs|Tags: , |Kommentare deaktiviert für Nur wer Veränderung nicht scheut…