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Ein malaiischer Nachmittag

Ein wenig muss ich noch durchhalten. Mein Rhythmus ist zwar sowieso durcheinander, aber wenn ich jetzt schon einschlafe, dann bin ich in der halben Nacht wieder wach … das muss ja nicht sein.

Das Burka‐Rätsel hat sich gelöst. Das Pärchen, was mir auf dem Flughafen gegenüber saß, saß im Flugzeug neben mir. Somit war klar, dass ich durch unauffälliges Beobachten herausbekommen würde, wie die Dame das Problem lösen würde. Es ist ja so einfach gewesen: Sie nimmt das Tuch einfach ab. Dann ist zwar zu sehen, was es verbergen soll, aber offenbar sehen Burka‐Trägerinnen das nicht päpstlicher als der Papst. Wobei diese Redewendung natürlich nicht ganz passt…

Mit dem Mann kam ich sogar ein wenig ins Gespräch. Sie kamen aus dem Jemen und er nannte mir auch seinen Namen. Ganz so einfach war das nicht, während ich auf seine Frage, wie ich hieße, »Oliver« antworten konnte, meinte er, er würde soundso heißen, aber eigentlich, aber man könnte. Das ich jetzt hier keine Namen nenne, hat nichts damit zu tun, dass ich Datenschutz achten würde. Es hat einzig und allein damit zu tun, dass ich keinen der Namen verstanden habe.

Am Flughafen habe ich prompt das Taxi genommen, was ich hätte nicht nehmen solle und während der Fahrt ging mir auf, dass der Umrechnungskurs nicht so günstig ist, wie ich annahm und das Taxi damit auch nicht. Also das Prinzip habe ich noch nicht verstanden und wird wohl einen größeren Posten auf der Reiseabrechnung einnehmen, als bei den anderen Kollegen.

Das Zimmer ist eher klein. Der Name Suite würde mir gar nicht einfallen. Der Ausblick ist toll, da ich ein Zimmer im 22. Stockwerk mit Blick auf das Stadtzentrum und seine Türme habe. Der Taxifahrer hat mir für das horrende Geld, was ich ihm bezahlt habe, mit auf den Weg gegeben, dass Kuala Lumpur sicher sei und dass man auf die Türme könnte: Der Schalter würde um fünf Uhr morgens aufmachen und dann könne man sich Tickets besorgen. So dringend, dass ich irgendwann mal zu fünf Uhr dort aufbrechen würde (bitte immer schön zurückrechen – aufstehen, hinfahren, anstellen…).

Das Hotel liegt an einer riesigen Shopping‐Mall und wenn ich schon riesig sage, dann hat sie auch erstaunliche Ausmaße. Bei dem Spaziergang durch Teile davon, konnte ich sehen, was ganz normal ist, wenn man drüber nachdenkt, aber das hatte ich noch nicht getan: Es wird mit Stäbchen gegessen. Und ich dachte so bei mir, da musst Du wohl durch, weil es keinen Italiener geben würde. Was für eine Täuschung. Eine halbe Stunde später stand in der Mall vor einen Schild, welches zu einem Ristorante verwies und auch zu einem Restaurant namens »Brotzeit«, in dem man gerade das Oktoberfest beging. Das musste dann nicht sein.

Ich hatte was Chinesisches, bei dem die Vorspeise zum Vergessen war. Meine Vorstellung war gewesen, dass etwas ähnliches wie Frühlingsrollen kommen sollten. Was kam, hatte entfernt das Aussehen, musste seinen Geschmack auf dem Weg zu meinem Tisch aber verloren haben. An dem Hauptgericht konnte ich nichts herummäkeln, das war total lecker. Genauso lecker wie scharf, wenn ich es genau nehme. Dazu ein Smoothie der einen gelungenen Widerpart zum scharfen bildete. Und die Nudeln mit Stäbchen, was seine Zeit brauchte, auch nicht wirklich gut ging, aber irgendwie auch Spaß machte. Es war ja keine Tomatensoße dabei.

So langsam fallen die Augen zu. Schlafen war nicht großartig drin gewesen und das wenige was ich geschlafen habe, war auch unbequem. Das Bett heute abend habe ich mir wirklich verdient.

2011-10-09T13:55:13+00:009. Oktober 2011|Categories: Malaysia 2011, Unterwegs|Tags: , |Kommentare deaktiviert für Ein malaiischer Nachmittag