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Leichtes Unbehagen

Abgesehen davon, dass ich jetzt meine Unterlagen mal durchgeschaut und Google Maps bemüht habe, und dabei die Adresse, die als die der Gastfamilie angegeben wurde, überhaupt nicht gefunden wurde, macht mir ein anderer Aspekt ebenfalls Sorgen. Mein neuer Reiseführer, den ich im Gegensatz zu dem Dreck-Papier von Marco Polo (sorry, für die drastischen Worte), erzählte mir heute, dass Essen gehen in Irland ein recht teurer Spaß wäre.

Nun sollte mich das überhaupt gar nicht tangieren, dass ein stinknormales Gericht nicht für unter 20 Euro zu bekommen wäre, Fischgerichte ungefähr 35 Euro kosten würden (dafür gehe ich mit meiner Frau hier beim Italiener um die Ecke essen und habe schon ein schlechtes Gewissen, was meine Verschwendungssucht unter der Woche betrifft); denn ich habe etwas widerwillig aber der Vernunft gehorchend eine »Gastfamilie gebucht« und damit auch Halbpension. In den Unterlagen, die ich bekommen, steht nun in etwa:

Ich bin Martina und habe einen fünfzehn Jahre alten Sohn und keine Haustiere. Wir lieben es ins Kino zu gehen, in (wo auch immer) essen zu gehen und jede Menge Spaß zu haben.

Das in Klammern war von mir – aber dafür, dass eine Seite vorher angekündigt war, dass man sich in den Gastfamilien wie zu Hause fühlen sollte, was für mich als Haustierlieberhaber ohne Haustier ja schon mal schwierig ist – und ich vermute, dass es so gut wie verboten sein dürfte, Frauen in Irland zu kraule, schon allein aufgrund meines Familienstands, und mir als Beschäftigung mit einem Fünfzehnjährigen im besten Fall Tischtennis einfällt, würde ich da gern noch mal auf das Thema Abendbrot zurück kommen. Von der irischen Küche hat man bisher nicht viel Gutes gehört, also ich zumindest noch nicht, und es fällt wohl so ein wenig in die Kategorie »gute englische Küche« – aber ich lasse mich gern positiv überraschen -, allerdings ist aushäusig Essen gehen in keinem Fall das, was ich mir unter »HP« vorstelle.

Allerdings ist Gastfamilie sowieso etwas, was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann. Es könnte gut sein, dass ich die halbe Nacht vor dem PC hocke und Diablo mit einem Fünfzehnjährigen zocke. Dem Lernziel würde das wohl eher schaden.

Aber egal: Ich muss es ja erst einmal finden und wenn einem da Google Maps schon nicht hilft, das Navi seinen Dienst versagt – dann habe ich vor dem Essen Sonntag Abend wohl ganz andere Sorgen.

Pah – kleinbürgerliche Bedenken!

2010-08-28T00:05:08+00:0028. August 2010|Categories: 2010, Unterwegs|Tags: |Kommentare deaktiviert für Leichtes Unbehagen