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Wenn man vor dem Chef kniet

Manchmal lernt man Schnösel kennen, da bleibt einem die Spucke weg. Nun, ich kannte die Person – wie ich sie mal nennen will – schon und hatte keine gute Meinung von ihr. Die Person war Chef, wofür man, wie wir alle wissen, keine moralische Qualifikationen benötigt. Es hilft, ist aber nicht zwingend notwendig.

Ich kam mit einem seiner Angestellten in den Raum und wurde kurz vorgestellt. Kein Nicken, kein Erheben, kein Entgegenkommen. Ich bin noch nicht einmal auf die Idee gekommen, meine Hand auszustrecken, da ich befürchtete, die Hand würde nicht gesehen werden.

Es gab Probleme am PC der Person, die gelöst werden sollten. Ich kenne das so, dass man sagt: »Ja, machen sie das mal heil. Möchten Sie sich setzen?« oder »Warten Sie, ich hole Ihnen einen Stuhl.« oder vielleicht auch noch »Holen Sie sich mal einen Stuhl.« Letzteres läuft für mich schon unter B-Kategorie der Höflichkeit.

So kniete ich neben der Person, die in ihrem Chefsessel lümmelte, und brachte den Krams in Ordnung.

Zum Schluss ging ich und wünschte einen schönen Tag. Ein Danke hatte ich nicht vernommen. Mein gedachtes »#§%!?« kann man sich wohl denken.

2010-07-29T21:53:03+00:0029. Juli 2010|Categories: Dies und Das|Kommentare deaktiviert für Wenn man vor dem Chef kniet