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Terry Pratchett – »Die gemeine Hauskatze«

Wenn man ersteinmal auf die Katze gekommen ist, ist sowieso alles zu spät. Beweise: hier, hier und hier. Wenn man die Beweise zusammenfasst, kann man festhalten, dass wir nur eine echte Katze haben: Luna. Allerdings: Das reicht auch. Da sie mein erklärter Liebling ist, habe ich das geschenkte Buch natürlich auch verdient.

Als Ratgeber taugt es wenig. Es geht auch weniger um die gemeine Hauskatze, sondern um die echte. Eine Spezies, die sich dadurch auszeichnet alles anders zu machen, als die Schmusetieger, die verweichlichten Exemplare, die mit Vorliebe auf irgendeinem Stuhl, in einem Sessel oder auf dem Aquarium liegen. Die echten und gemeinen Hauskatzen haben es sich zur Aufgabe gemacht, ungewöhnliche Orte zu ihren Refugien zu machen, beispielsweise eine abgelegtes Oberhemd, die Gästetoilette oder andere verbotene Orte. Eine echte und gemeine Hauskatze kann sich auch für ein frischgemachtes Katzenklo erwärmen, einfach nur drinliegen. Das Geschäft kann man auch später noch verrichten, dann wird es wieder ein ungemütlicher Ort.

Bei Katzen hat man irgendwie das Gefühl, als wären sie immer schon da gewesen, auch wenn man sie erst kurze Zeit hat. Sie haben ihren individuellen Rhythmus. Sie tun so, als wenn sie eben mal in der Welt der Menschen vorbeischauen und dann an einen Ort weiterwandern, der wahrscheinlich um vieles interessanter ist.

Eigentlich lässt sich das Buch in einem Satz zusammenfassen: »Katzen kann man nicht erziehen! Sie machen das, was sie für richtig halten.« Als Katzenliebhaber ist das Buch ein Muß, als Katzenhasser sollte man ein Bogen drum machen.

2006-06-18T09:00:00+00:0018. Juni 2006|Categories: Dies und Das|Kommentare deaktiviert für Terry Pratchett – »Die gemeine Hauskatze«