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Sempé – »Das Geheimnis des Fahrradhändlers«

Was habe ich geflucht! Ein so schönes Buch und auch noch als Hardcover. Ein Geschenk! Ich nehme es aus meiner Arbeitstasche und muss mich wundern. Es ist ganz nass. In der nähereren Umgebung sind alle Papiere trocken. Warum konnte nicht die Dokumentation, die so leicht zu ersetzen war, in Mitleidenschaft gezogen werden? Warum ein Buch, welches zu meinen Lieblingsbüchern gehört? Der große und allmächtige Büchergott steht nicht immer auf Seiten der Leser.

Sempé ist als Karikaturist bekannt, zum Beispiel seinen wunderschönen Paris‐Band, in dem er Paris und seine Pariser darstellt. In diesem Buch hat er mehr vor. Er erzählt das Märchen eines Fahrradhändlers. Paul Tamburin war ein begnadeter Mechaniker. Jedes Fahrrad, dass ihm unter die Hände kam, konnte er in Null‐Komma‐Nix wieder herstellen. Jeder kam zu ihm, um sich das Fahrrad reparieren zu lassen. Zuverlässig, pünktlich, genau – typisch deutsche Attribute eigentlich, aber Paul von in Saint‐Céron. In dem Ort war man soweit, dass man zu einem Fahrrad Tamburin sagte. So sehr verband man das Fahrrad mit Paul.

Das Leben von Paul könnte also wunderschön, herrlich und großartig sein, wenn da nicht eine Kleinigkeit wäre – Paul kann nicht Fahrrad fahren und hat erwiesenermaßen kein Talent dafür.

Ein schönes, kleines Buch mit vielen Sempé‐Zeichnungen, die die Geschichte noch weiter erzählen. Ein Märchen für Erwachsene.

2006-06-19T09:00:00+00:0019. Juni 2006|Categories: Dies und Das|Kommentare deaktiviert für Sempé – »Das Geheimnis des Fahrradhändlers«