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So werden Meinungen »gemacht«

Die Kosten für die Todesspritze belaufen sich nach Justizangaben auf 86.08 Dollar. Stand in einer DPA-Meldung, die von Teilen der journalistischen Zunft einfach so übernommen wurden. Was wird jetzt wohl derjenige denken, der nur kurz und unvollständig nachdenkt?

Ich möchte es gar nicht wissen! Aber wahrscheinlich kommt dabei heraus: »Hey, 86 Dollar. Egal, lass es hundert Euro sein, bei uns ist alles teurer. Ist doch immer noch günstiger, als die Leute ein Leben lang wegzusperren!« Genau! In China müssen die Hinterbliebenen von Hingerichteten noch die Materialkosten für die Hinrichtung begleichen. Dann wären wir doch fein aus dem Schneider. Was, liebe Journalisten, habt ihr eigentlich vergessen zu erwähnen? Die Sache mit dem Kosten bis zu Hinrichtung! Die sind um ein vielfaches höher, als die Kosten die ein Lebenslänglicher sein ganzes Leben im Gefängnis verschlingt.

Nicht das ich den Eindruck hätte, das wäre ein Argument, von dem sich ein Todesstrafenbefürworter beeindrucken ließe, aber man sollte es nicht unbeachtet lassen. 86 Dollar für ein Leben – wie weit sind wir gekommen.

2005-01-27T09:00:23+00:0027. Januar 2005|Categories: Dies und Das|Kommentare deaktiviert für So werden Meinungen »gemacht«