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Hundstage in kalt

Im Nachtzug zu fahren ist immer so eine Sache. Die letzten Male zuvor kann ich nicht sagen, dass ich das als sehr angenehm in Erinnerung hatte. Im Schlafwagen war es zwar bequem, aber richtig geschlafen habe ich nicht. Auf normalen Sitzplätzen war daran gar nicht zu denken. Die Schlafwagen‐Fahrt von Hanoi nach Lao Cai sollte daran nichts ändern.

Wir waren in Vierer‐Abteilen untergebracht. Das hieß, dass Susann und ich mit zwei anderen Leuten im Abteil untergebracht waren. Die eine war eine Vietnamesin, die sich in ihr Bett eingekuschelte und anfing, zu telefonieren, und die ganze Nacht ihre Sonnenbrille nicht abnahm. Oben – mir gegenüber – schlief ein junger Mann, der versuchte, mit mir ins Gespräch zu kommen, aber nicht wirklich Englisch sprach. Also Gespräch würde ich das Resultat nicht nennen wollen.

Meine Ängste, dass das zarte Bett mein Gewicht nicht halten würde, bestätigten sich – Gott sei Dank für Susann – nicht. Bequem war es auf der Hinfahrt nicht, da es abwechselnd zu warm und zu kalt war. Das war aber nicht das Ärgste: Vielmehr störend war, dass das Bett zu kurz war. Ständig kam man mit den Füßen oder mit dem Kopf am jeweiligen Ende an und musste sich irgendwie zusammenkrümmen.

Mehr müde als wach kamen wir um halb sechs Uhr in Lao Cai an und wurden von einem Fahrer an. Das Wetter gab uns einen Vorgeschmack auf die kommenden beiden Tage: Kalt war es und regnerisch. Da es dunkel war, konnte man den Nebel nur erahnen.

Eine Stunde später, dreißig Kilometer weiter kamen wir im Hotel »Sapa Elegance« in Sapa an und machten es uns in der Lobby bequem. Frühstück sollte es erst um sieben Uhr geben. Das Personal empfing uns mit heißem Tee und in dicken Jacken. Die, die gerade nichts zu tun hatten, versammelten sich um den Ofen.

Tuan eröffnete uns, dass die Zimmer erst um zwölf beziehungsweise um ein Uhr zur Verfügung stehen würden. Nachdem wir uns frisch gemacht und Frühstück eingenommen hatten (wirklich lecker waren die Baguettes und natürlich auch die Nudelsuppe), wartete schon Progamm auf uns. Ein Spaziergang war angesagt. Der Herr Papa, der am Tag vorher schon ein wenig bei der Tropfsteinhöhlen‐Wanderung gelitten hatte, erkundigte sicht, ob es eine anstrengende Strecke wäre. Nein, war die Ansage unseres Guides, es ginge immer nur bergab und ein wenig bergauf. »Und langsam«, meinte er, »wir gehen langsam und vorsichtig.« Das nahm dem Spaziergang dann aber doch nicht seine Spitzen. Zwischendurch kamen wir gar auf die Ideen, den Papa auf ein Moped zu setzen und als Beifahrer durch die Gegend kutschieren zu lassen. Aber die Moped‐Fahrer glaubten nicht an die heiligen Kräfte des Happy Buddha und lehnten aus Vorsicht ab.

Wir waren eingenordet worden, dass uns Begleitung zur Seite stehen würde, die uns auf den Spaziergängen über die Abhänge helfen würden. Als wir dann zum mit unserem Minibus zum Halten kamen, stürmten auf den Wagen eine Gruppe junger Mädchen der Schwarzen Hmong zu. Von den wurde uns erzählt, dass schon die Zwölf‐ und Dreizehnjährigen verheiratet werden. Um Liebe ging es da ganz gewiss nicht. Meine Begleiterin fragte sogleich in allerbestem Englisch, mit dem besten, was ich auf der ganzen Reise gehört habe, wie ich denn heiße, wo ich herkäme, ob ich verheiratet wäre, welche meine Frau wäre und wie diese hieße, wie viele Kinder ich hätte (gar nicht ob, sondern nur wie viele) und fing dann von sich an zu erzählen, wo die Schule wäre. Was es auf dem Spaziergang zu sehen gab? Die Terrassen‐Felder der Bauern. Sehr beeindruckend an sich, leider gibt es nun keine so schönen Bilder davon – das Wetter und die Vorsicht, die man dem Marsch bergauf bergab auf den lehmigen Wegen walten lassen musste, gaben einem nicht die große Chance.

Unterwegs, es war noch sehr am Anfang der Tour, wurde eine Weberei der Schwarzen Hmong besichtigt. Es gab hübsche Schals, Läufer und andere Sachen, die man sich in die Wohnung hängen kann, gezeigt. Frau Mama und Herr Papa entschlossen sich zu einem Kauf und ließen sich den Preis nennen. Tuan übersetzte und meinte, wie müssen handeln. Nein, meinte Frau Mama, handeln könne sie nicht. Ich nannte einen Preis, der halb so hoch war und Tuan übersetzte. Die beiden Frauen schauten sich an, lachten und, mir ist so etwas noch nie zuvor aufgefallen, zeigten einen Ausdruck der Freude. In Deutschland würde man genervt reagieren, aber hier, war davon kein Moment etwas zu spielen. (Da, wo man nicht handeln kann, sagen einem die Verkäufer das, was man akzeptieren kann oder geht. In einem Supermarkt oder Restaurant käme auch keiner auf die Idee.) Es ging ein paar Mal hin und her – dann hatten die Eltern ihr Objekt der Begierde.

Wir überlebten es mit Ach und Krach ohne größere Stürze, die Lust auf weitere Spaziergänge an diesem Tag war aber erschöpft. Zurück im Hotel stellten wir fest, wie sich ein kaltes Hotelzimmer anfühlt. Es gab zwar einen Heizstrahler, der sein Bestes gab, damit aber nicht den Raum erwärmen konnte, und es gab eine Heizdecke im Bett. Damit ließ sich die Nacht überleben. Fassen wir es kurz zusammen: Mit uns war nicht so sonderlich viel mehr anzufangen und da sich das Jahr dem Ende zuneigte und wir noch die Idee hatten, hineinzufeiern, wurde sich am Nachmittag ausgeruht.

Den Sylvester‐Abend verbrachten wir in einem Lehrrestaurant. Mit solchen Etablissements haben wir schon recht miese Erfahrungen gemacht (in Potsdam) aber auch schon sehr gute (Stellenbosch – Südafrika). Nun kam das Dritte im Bunde dazu und es landet in der Mitte – die Bedienung gab sich Mühe und das trifft es dann auch ganz gut, denn es ging nicht so Alles glatt. Das Essen dagegen war hervorragend, da gab es nichts dran herumzukritteln. Kalt war es trotzdem, aber das hatten wir in allen Restaurants in Sapa.

In dem Restaurant trafen wir ein Pärchen aus Australien. Wir kamen recht fix überein, dass es draußen ziemlich kalt wäre. Unser Empfindung, dass die Hotelzimmer auch recht kalt wären, wurde auch bestätigt. Das Essen, meinte ich, wäre recht gut. Überhaupt wären wir mit den Speisen in Vietnam sehr zufrieden, ganz anders, was uns in Europa als asiatisches Essen vorgesetzt würde – dort hätte man die Gerichte an den Geschmack der Europäer (oder für Deutschland gesprochen den Deutschen angepasst). Es ging ein wenig hin und her, bis die Dame aus Australien meinte, dass das vietnamesische Küche in Melbourne ja viel, viel besser wäre als alles was sie in Vietnam gegessen hätten. Ah ja, dachte ich – ist klar! Aber ansonsten was es ganz nett. Nach der Nacht im Zug waren wir aber alles recht geschafft, das das neue Jahr ohne Sekt begangen wurde und alles in süßen Träumen lagen. (Fairerweise muss ich natürlich sagen, dass Susann zumindest versucht hatte. Aber das iPad fiel ihr immer wieder auf die Nase.)

Frühes Zubettgehen war umso wichtiger, da es am nächsten Morgen schon wieder um acht Uhr losgehen sollte. Acht Uhr an Neujahr! Man kann verstehen, dass es keine große Fete geben konnte. Nach zeitigem Aufstehen starteten wir mit dem Minibus in Richtung eines Marktes. Kilometermäßig war es nicht so weit, vielleicht sechzig Kilometer – aber zwei Stunden Fahrt war es schon. Dafür bekamen wir dann bei freundlichem Wetter einen Bergvolk‐Markt zu sehen, auf dem zum einen Wasserbüffel gehandelt wurden, aber darüber hinaus auch jede Menge frischer Ware und auch Plastikkrams, wie man ihn bei uns in den 1‐Euro‐Lädchen zu kaufen bekommt. Auch Handy‐Verträge konnte man dort abschließen, für uns natürlich uninteressant.

Eigentlich, so wurde uns erzählt, wurde auf den Märkten nicht nur mit Wasserbüffeln und toten und geernteten Lebensmitteln gehandelt, sondern es war auch ein Heiratsmarkt für junge Mädchen, bei der diese sich nach passenden Heiratskandidaten umschauen konnten. Davon haben wir jetzt wenig mitbekommen und weder der Herr Papa noch ich wurden angesprochen.

Nach dem Markt ging es mal wieder aufs Wasser – diesmal wurde nicht gerudert und es gab auch keine Händlerinnen auf dem Wasser, sondern es war ein recht fixer Flucht und für uns Flachland‐Matrosen ging es fast in Richtung Wildwasser. Zwischendurch wurde noch an einem Bergvolk‐Dorf angelandet und dieses besichtigt. Der Herr Papa betrachtete technische Wunderwerke, während der Rest der Reisegruppe sich bei einer Familie einlud und grünen Tee mit der Familie verkostete. Mir blieb nicht viel in Erinnerung, außer dass der Tee nicht in die Kategorie »lecker« fiel und über dem Familienaltar Onkel Hos Bild aufgehängt war. Im Mittelpunkt stand die Lütte der Familie, die uns fasziniert betrachtete und vorsichtig an meiner Haut kratzte, aber viel lieber noch mit den getrockneten Maiskörnern spielte uns zum Missfallen des Vaters immer wieder in der Hütte verteilte. Wobei der Missfallen recht mäßig ausfiel, denn vielleicht war schon ein wenig Stolz dabei, dass sich die Tochter für den Mais interessierte. Die Landschaft, an der wir im Anschluss wieder vorbeifuhren, war schön anzusehen. In der Ferne immer wieder mal ein paar Bergdörfer der ansässigen Völker.

Zurück ging es über Lao Cai. Dort machten wir noch mal eine kurze Pause, um nach China rüberzustarren (so musste es sich für Amerikaner in West‐Berlin angefühlt haben, wenn sie in den Osten schauten) und bekamen mitgeteilt, dass man sich immer versuche, gegenseitig zu übertreffen, das es diverse Grenzkonflikte mit den Chinesen gäbe (unsere Sympathie galt natürlich den Vietnamesen) und dass auf der gegenüberliegenden, chinesischen Seite, völlige Ruhe herrsche, da die Mopeds und das Gehupe fehlen würde. Das Geklingel macht wohl nicht so viel daher.

Am Abend hatten wir Tuan eingeladen, mit uns zu Essen. Er hatte uns schon mal Hotpot empfohlen, und da wir die Zutaten am Vorabend schon mal besichtigt hatten (allerdings schon satt waren) und nicht so genau wussten, wie das funktioniert, es aber interessant fanden, schlugen wir ihm vor, dass wir es vielleicht zusamnen machen. Er willigte ein, wohl wissend, dass es Arbeit für ihn bedeuten würde. Unwissend, wie wir waren, ahnten wir das nicht. Er fragte ab, was wir mochten und dann ging es los. Ein Teller mit rohem Fleisch und ein wenig Fisch kam, dazu brachte der Wirt einen Topf mit Brühe und einer Reihe von verschiedenen Gemüsen. Mit einer Kelle legte Tuan den Fisch und die Shrimps in den Topf und garte diese ein wenig. Die Schale wurde gefüllt und es überkam einen das Gefühl, dass dies eine langwierige Sache werden würde, bei der man sehr gesättigt vom Tisch gehen würde.

So war es dann auch. Ehe der ganze Teller verkocht war – zwischendurch wurde auch mal Brühe nachgefüllt und Gemüse gebracht – vergingen Stunden, die wir lockerer Plauderei füllten und Tuan nutzte, um uns andere Merkwürdigkeiten der vietnamesischen Küche nahezubringen, von der er allerdings auch meinte, dass er sie Vietnam‐Novizen, wie wir sie wären, nicht servieren würde. Dafür müsste man schon abgehärteter sein als wir es zur Zeit waren, die bei dem Gedanken zusammenzuckten, Hund und Katz und Kücken in Eiern zu essen. Tuan, es darf an der Stelle nochmal gesagt werden, war nicht nur ein patenter Reiseführer und Koch, sondern er strickte (oder häckelte – den Unterschied werde ich mir nie merken können) seine Pullover auch selbst.

Der Abend wurde durch einen Mais‐Schnaps beschlossen. Der Wirt spendierte eine Flasche, serviert in einer Mineralwasser‐Plastikflasche, von der er noch kurz das Etikett entfernte – irgendwie klingt das jetzt suspekt, wo ich es aufschreibe – und war gar nicht stark, wie man es sich vorgestellt hatte. 29 Prozent solle er haben, wir konnten also auch nach zweien von denen ganz gut nach Hause kommen.

Am nächsten Morgen durften wir ausschlafen, für neun Uhr war der Aufbruch angesetzt. Das war nun heute Morgen. Als ich die Gardine lüftete, lachte mich ein blauer Himmel an, es schien als wirklich freundlich zu werden. Nicht unbedingt war, aber zumindest ein wenig freundlicher. Kalt war es immer noch. Frau Mama, Herr Papa und das Schwesterchen, dem die Nase lief, lehnten es ab, auf Wanderung zu gehen. Was uns erwartete, bekamen wir erst mit, als Tuan sich detaillierter äußerte – da waren wir schon auf dem Weg. Wir würden einen Berg besteigen. Einen Berg, echote es aus der Mini‐Gruppe zurück. Seine Antwort war in etwa, so schlimm würde es nicht werden, aber wir waren gewarnt: Das sagte eher meistens. Fakt war: Sapa liegt auf einer Höhe von etwa 1500 Meter und der Berg war 1700 Meter hoch. Frau Schwiegermama meinte noch, das wäre ja nicht so schlimm. Allerdings hat mich meine Erfahrung gelehrt, dass 200 Meter Höhenunterschied fast gar nichts zu sagen hat und ziemliche Anstrengung bedeuten kann. In diesem Fall war es eine schöne Übung, die durch schöne Gärten und eine Folklore‐Show unterbrochen wurde.

Unser letzter Lunch in Vietnam war eine mittlere Enttäuschung. Es war ein Restaurant in der Touristenstraße von Sapa und wirklich nicht dolle. Das Personal war mit der Anzahl der Gäste sichtlich überfordert. Es war zwar versprochen worden, dass es klimatisiert war, aber das hieß nicht, dass auch geheizt wurde. Kalt war es also.

Beim Mittagessen setzte Tuan neue Marken. Es würde das Gepäck eingesammelt werden und dann würde man noch zu einem weiteren Spaziergang aufbrechen. Ein weiterer Spaziergang?, kam es fast geschlossen zurück. Ja, muss ja, meinte er, das wäre ja angesagt gewesen. Das stimmte, auch wenn es die meisten der Reisegruppe verdrängt hatten. Die Vormittags‐Gruppe hatte es vielleicht schon geahnt, und das kam so: Tuan hatte uns gesagt, wir mögen Süßigkeiten für die Kinder der Hmong kaufen. Auf der ersten Wanderung hatten wir sie nicht dabei, da wir nicht wussten, wohin es gehen würde. Beim zweiten Ausflug dito. Beim dritten Ausflug – auf den Berg – hatten wir sie dabei, da trafen wir allerdings keine Kinder und Tuan hatte ja gesagt, wir würden sie noch verteilen können.

Der Ausflug, so seine Ansage, wäre ein leichter Spaziergang, anderthalb Stunden als Abkürzung. Wir brauchten zweieinhalb, das lag aber daran, dass wir recht langsam spazierten. Das wiederum lag an den roten Hmong, die uns begleiteten. Die waren nicht so jung wie bei dem ersten Ausflug. Meine Assistentin – ich habe peinlicherweise wirklich den Namen vergessen – war dreißig Jahre alt, verheiratet und hatte zwei Kinder. Ihr Mann war 25 Jahre alt und war gerade dabei, ein Haus zu bauen und – man kann sagen was man will – sie war eine harte Verhandlerin, energisch und die ganze Zeit freundlich. Andere ihrer Kollegin und Landsleute hatten schon aufgegeben, da ging sie immer noch mit uns.

Es war wie immer ein Zwiespalt: Sie wollte mir eine Mütze für 200.000 Dong verkaufen (weniger als zehn Euro). Ich wusste von Tuan, dass man die gleiche Mütze auf dem Markt für 50.000 Dong bekommt. Mir war also klar, dass ich den Preis auf keinen Preis bezahlen konnte, ohne dass ich mir später albern vorgekommen war. Tuan meinte, es wäre – wenn man ein wenig interessiert wäre – mit 100.000 Dong anfangen zu handeln. Das nannte ich dann mal einen Ansatz. Es gab köstliche Szenen, als sie mir die Mütze aufsetzte und dann noch einen Schal, für 500.000 Dong. Aber es war nicht nur der Preis, es war auch absolut kein »Haben wollen«-Gefühl dabei. Ich hätte es nur gekauft, weil ich ihr eingefallen getan hätte. (Die Kinder der Schwarzen Hmong hatte es so ausgedrückt: »Du kaufst. Wir sind happy. Du bist happy.« Aber halt nicht happy, weil ich es habe, sondern weil ich Geld für etwas vermeintlich Gutes ausgegeben habe. Den habe ich auch etwas abgekauft, was ich im Leben nicht gebrauchen kann.)

Wir verteilten die Süßigkeiten an die Kinder und stellten nach der Hälfte der Tour fest, dass wir für die anderen Kinder nichts mehr hatten. Kein schönes Gefühl. Aber es kam ja ein Dorfladen und Tuan kaufte für uns zwei Tüten Bonbons, damit wir was zu verteilen hatten. Wir kamen und die Kinder riefen immer was. Was? Wir fragten Tuan und er sagte, sie würden: »Die Touristen kommen!« rufen oder vermutlich so etwas in der Richtung, denn vielleicht hat er eine schmeichlerische Notation gewählt.)

Letztlich besuchten wir noch eine Schule und – gut vorbereitet – wurde uns ein Foto‐Album vorgeführt und daneben eine Donation‐Box aufgestellt. Im Foto‐Album war sauber dokumentiert, was man mit einem Dollar so anfangen könne. Nachdem wir dort 100.000 Dong eingeworfen hatte, meinte ich zu Susann, es hätte keinen Wert, unsere treue Begleiterin vor den Kopf zu stoßen und wegen 25.000 Dong (1 Euro – oder waren es 50.000 Dong?) nicht zueinander zu kommen. Denn letztlich waren wir schon soweit, dass wir sagten, zwei Mützen für 200.000 Dong und sie wollte halt etwas mehr.

Die Kinder der Schwarzen Hmong drehten ab, nachdem wir was gekauft hatten. Unsere treue Seele nicht – sie blieb bis ganz zum Schluss.

Von dort ging es nach Lao Cai, wo wir sahen, wie man ein kleines Hundebaby von seiner Mutter trennte (mit flauem Gefühl im Magen, aber das Mädel, was dabei war, streichelte und liebkoste den Hund, dass wir mal das Beste für den Kleinen hoffen). Nicht ganz so viel Glück hatte ein Huhn, was vor uns die Straße von einem Marktstand (dem Geflügelstand) zu einem anderen getragen wurde (zubereitetes Geflügel) und dort auf der Straße geschlachtet wurde. Ich habe an dem Abend die Nudeln nur mit Gemüse gegessen.

Mit dem Nachtzug geht es nun nach Hanoi und von dort mit dem Flugzeug nach Dubai. Good bye, Vietnam! War sehr schön hier.

2016-07-23T11:42:16+00:002. Januar 2013|Categories: Unterwegs|Tags: , , |Kommentare deaktiviert für Hundstage in kalt