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So ein App Store, der macht glücklich

Nun ist er schon fast vier Wochen offen, der neue App Store von Apple. Die Eröffnungsangebote waren schon toll. Ob sie mich jetzt so besonders glücklich gemacht haben, weiß ich nicht, denn ich gehörte zu den Doofen, die Pages & Co sowie Aperture für richtiges Geld gekauft haben. Aber so ist halt das Leben: Wer zu früh kommt, ist manchmal halt der Dumme.

Ich glaube nicht, dass der Store irgendwann der unübersichtlich ist. Die Komplexität von Mac‐Programmen ist sicher eine andere als die für iPhone‐Programme oder auch iPad‐Applikationen. Wobei zwischen letzteren beiden schon erhebliche Unterschiede bestehen.

Mir bereit Kopfzerbrechen, dass die Update‐Problematik noch gar nicht gelöst ist. Ich habe die Applikation »X« gekauft, und diese wandert jetzt in den App‐Store. Dort angekommen, nimmt sie der Entwickler von seiner Webseite und betreibt die Pflege nur noch über den App‐Store. Aber das Programm kann nicht erkennen, ob es auf dem Rechner schon installiert ist und lässt deshalb ein Update auf eine neuere Version zu. Zumindest hat das Apple bisher noch nicht gelöst.

Ein ganz anderes Thema: Viele Updates kommen über die Software‐Aktualisierung von Apple. Nun kann man die Aktualisierungen auf einen Server laden und von dort werden sie auf die Clients geladen. Vorteil: Weniger Ladezeit. Mir kann das mittlerweile egal sein, denn wir haben eine anständige Anbindung. Aber es tut einem wir mir, der mit dem Wort »Bandbreitenverschwendung« noch groß geworden ist, schon weh, ein Update für iMovie, welches schlappe 500 MByte umfasst, dreimal zu laden, wo es nur einmal notwendig gewesen wäre. Denn wurde das Programm früher über die Softwareaktualisierung geholt, so erfolgt das jetzt über den App Store. Auf jedem einzelnen Rechner.

Dann war da noch das Thema mit dem Update‐Intervall. Nun habe ich eine Software geladen, die vorher tadellos funktionierte. Aber man versprach, dass man es jetzt verbilligt zu einem Update‐Preis bekommen würde und dann später auf eine Version 2 updaten könne. Auch wenn jetzt, zum Zeitpunkt des Kaufes, gar keine neue Funktionalität hinzugekommen war. Das heißt, man hat erst einmal auf Verdacht gekauft. Nun hat sich dummerweise in die Software ein Fehler eingeschlichen und eine Funktion, die vorher funktionierte, ist nicht mehr vorhanden. Das ist mehr als blöd, aber es passiert halt. Früher hat man sich die Software nach der Korrektur geladen. Jetzt ist es so, dass die aktualisierte Software nach dem Bekunden der Entwickler an Apple geschickt worden ist, auf dass sie begutachtet und bereitgestellt wird. Das war jetzt vor zehn Tagen. Im App Store ist davon noch nichts angekommen. Das mag für ein Bildbearbeitungsprogramm und diesen Fehler gehen, allerdings habe ich Zweifel, ob ich beispielsweise bei einem Browser und bestimmten sicherheitsrelevanten Kriterien die gleiche Geduld aufbringen könnte.

Bei mir hat sich schon ein wenig Ernüchterung breitgemacht. Es gibt positive Aspekte, keine Frage, und das Stöbern im App Store ist für mich wahrscheinlich wie für meine beste Ehefrau der Welt das Shopping in der Innenstadt; aber es gibt auch diverse Facetten, die mir überhaupt nicht gefallen.

2011-01-26T00:11:45+00:0026. Januar 2011|Categories: Mac-Ecke|Kommentare deaktiviert für So ein App Store, der macht glücklich