Ganz, ganz schlechte Nachricht - ohne JavaScript werden wir hier nichts...

Ach ja, Aukrug oder Free refill

In Aukrug gab es einen Gasthof, der wirklich ziemlich gemütlich war und man auch sehr gut Essen konnte. Die Preise waren moderat, eigentlich gute Voraussetzungen erfolgreich zu sein. Neulich wollten wir dorthin starten, da bekamen wir die Info vom Nachbarn, der Gasthof hätte zugemacht. Aber nachgucken wollten wir nochmal, und in der Tat, der Gasthof hatte geschlossen.

Wir fuhren die Straße weiter und landeten bei Hanssens Gasthof in Bargfeld. Ich erinnerte mich an diesen Gasthof, der uns bei einer unserer Hausbesichtigungen ins Auge gefallen war. Für einen Montagabend war er gut besucht, die Speisekarte versprach Hausmannskost. Wenn ich auf der Karte Jäger-Schnitzel sehe, werde ich zwar recht schnell skeptisch. Das hängt mit der Erinnerung an Jägerschnitzel aus der DDR-Schulspeisung zusammen. Unter Jägerschnitzel lief da nicht Schweineschnitzel mit Pilzen sondern eine panierte und gebratene Scheibe Jagdwurst.

Als ziemlich mäkliger Typ war das nicht gerade mein Favorit. Begleitet wurde das typische Jägerschnitzel, durch Kartoffeln, die mit den Alu-Gabeln, die es in der Schülerspeisung gab, eine ziemliche Herausforderung darstellten.

Da wir keine große Lust verspürten, in der Aukruger Wildnis weiter zu suchen, kehrten wir ein. Auch hier war die Bedienung sehr freundlich und ich freute mich über Matjes nach Hausfrauenart. Eine Speise, in die ich mich hineinlegen könnte. Mit Äpfeln, Zwiebeln und Gurken. Auf Gurken könnte ich vielleicht noch verzichten, Äpfel sind aber für die Hausfrauenart unabdingbar. Dazu Brat(s)kartoffeln. Die Preise für Matjes, Susann hatte sie auf Schwarzbrot (auch Hausfrauenart, also bei Hanssens machten die Bratkartoffeln die Hausfrauenart aus, was ein fundamentales Missverständnis zu sein scheint), waren absolut üblich für unsere Gegend.

Zwischendurch kam der Wirt in den Raum und fragte laut, ob es auch allen schmecken würde. Es gab keinen Widerspruch. Kurze Zeit später gab es noch eine kurze Durchsage, dass Bratkartoffeln jederzeit nachgeliefert würden. Schließlich wolle man ja nicht, das irgendjemand hungrig den Tisch verlassen würde.

Als ich ging, Susann hatte einen anderen Weg gewählt, sie war von der Schiebetür angetan, wurde ich gefragt, ob es auch wirklich geschmeckt hätte, und mit Handschlag verabschiedet. Och ja, da kann man mal wieder hin.

2007-10-09T19:15:00+00:009. Oktober 2007|Categories: Dies und Das|Kommentare deaktiviert für Ach ja, Aukrug oder Free refill