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Technik‐ statt Bio‐Lärm

Wie sollen ja ein Häuschen vor die Tür bekommen, mit dem die Glasfaser‐Kabel verteilt werden sollen und Frauchen hatte ja drauf bestanden, sich das mal anzuschauen. Wir hatten flott den Termin bekommen und im Gegensatz zu dem netten Angestellten von SWN waren wir zu spät da. Das tat schon weh, aber der Mann trug es mit Fassung. Bedauerlicherweise hatten wir dadurch das Highlight schon verpasst.

Denn kurz zuvor sollte die Klimaanlage, die das Häuschen hat, angesprungen sein. Wir standen vor dem Häuschen und guckten es an. So machte es kaum Geräusche. Stellte man sich direkt an den Lüftungsaustritt hörte man ein leichtes Säuseln, was wirklich nicht stören würde. Weder wenn man davor sitzt, steht und schon gar nicht, wenn man bei uns im Haus ist. Aber, und da war der gute SWN‐Mann ganz geduldig, es geht um die Klimaanlage, die schon anders in Erscheinung treten würde.

Wir gingen mal in das Häuschen hinein. Unspektakulär. Letztlich haben sogar wir in unserem kleinen Büro so etwas stehen. Hier gehen Kabel rein und da gehen Kabel raus. Nur dass es halt Glasfaser‐Kabel sind.

Bei schönstem Wetter standen wir vor diesem Häuschen und guckten. Der Kasten war grün und nach so langer Zeit, hat sich jede architektonische Facette eines solchen Industrie‐Kleinbaus ins Gedächtnis gebrannt. Es gehen dann, wenn man mit einem wildfremden Menschen davor steht, auch irgendwann die Gesprächsthemen aus und man wiederholt immer wieder: »Wann er wohl angeht?« Es wird eine Art Mantra, auf die die Klimaanlage in dem Häuschen aber überhaupt nicht reagierte. Wir versuchten mit zunehmend starren Blicken das Verteiler‐Häuschen aufheizen, auf dass die Klima‐Anlage anspringt. Ich kann nicht sagen, dass dies irgendwelche Früchte trug. Aber nach fünfundvierzig Minuten trat die Klimaanlage ihren regulären Dienst an und fing an, rumzulärmen.

Kurze Zeit später, es waren nicht ganz anderthalb Sekunden, hatten wir schon den Spaß verloren. Nein, das würde nicht gehen! Dazu müsste das Häuschen schon gedreht werden, damit der Lärm weg von uns getragen wird und die Vögelchen in unserem Garten noch eine Chance hätten, während die Klimaanlage läuft, miteinander kommunizieren zu können. Der nette Herr von SWN, der damit offenbar gerechnet hatte (also unserer Entgeisterung), brachte gleich eine Variante ins Spiel, die uns erleichtern sollte: Es gäbe zusätzlich zu der Möglichkeit des Wegdrehens des Lärms die Möglichkeit, einen Schallschutz zu installieren. Da wir nun vor einem Häuschen standen, welches so etwas nicht hatte, können wir nicht abschätzen, was dieser Schallschutz zusätzlich schluckt. Aber wenn er einen solchen Namen trägt, sollte es einiges sein.

In meiner grundsätzlich optimistischen Art, war ich der Meinung, das würde schon gehen. Frauchen ist aber der Meinung, dass das keine gute Idee ist. Man muss in die Verhandlung immer mit Maximal‐Forderung gehen. Von daher haben wir jetzt der Bürgermeisterin gesagt, am Allerliebsten wäre es uns, wenn das Häuschen gar nicht bei uns zum Stehen kommen würde – und wenn doch, dann nur mit dem maximalen Ausbau an Schallschutz.

Ein Aspekt, der noch nicht betrachtet wurde, und für Stirnrunzeln bei unserem SWN‐Betreuer führte, war die Frage, wie er es denn Aufstellen will. Denn bei uns an der Straße geht es nicht nur recht eng zu, es ist arg eng und ob da der Platz dafür vorhanden wäre… Nun, aber dieses Problem hätte er wahrscheinlich überall bei uns am Ort.

2010-05-24T17:04:18+00:0024. Mai 2010|Categories: Dies und Das|Tags: , , |Kommentare deaktiviert für Technik‐ statt Bio‐Lärm