Feb27

Übergerascht

Fest gebucht ist nicht nur der Flug nach Toulouse im April und nach Paris im September, nein, fest gebucht - seit heute - ist der Flug nach Paris am Montag. Das kommt nun völlig überraschend, war von mir nicht gewollt und heftig bekämpft.

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Mar02

Glück muss man haben

Über die letzte Nacht möchte ich nicht sprechen. Gott sei Dank, liegt ja die kommende vor mir und es hat etwas von Ausschlafen, wenn ich erst um halb acht Uhr aufstehen muss. Die letzte Nacht war schon um kurz nach halb vier Uhr zu Ende, obwohl, sie da ja noch gar nicht angefangen hatte. Ich hatte sowieso schlecht geschlafen, wie immer, wenn ich sehr früh aufstehen musste, der Kater tat sein übriges. Er schrie, das was er am Besten kann, wenn er nicht gerade in der Wohnung rumkotzt.

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Mar04

Allein unter Franzosen

Ich bin ziemlich überrascht. Es ist ja nicht mein erster Aufenhalt in Frankreich, und es ist auch nicht mein erster dienstlicher Auftritt in Frankreich, aber so war es noch nie. Früher war es so, dass ich kam, von irgendwelchen Chefs in Empfang genommen wurde, arbeitete, zum Essen geführt wurde (was die Chefs bezahlten) und dann wieder abgeschoben wurde nach Deutschland.

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Mar08

Wie höflich

Einen herzlichen Dank an meine Eltern, dafür, dass sie mir einige Anstandsregeln beigebracht haben. Wir sind früher zum Beispiel aufgestanden, wenn eine alte Person in den Bus oder die Straßenbahn eingestiegen sind. Natürlich war das immer eine Frage der Abwägung, schließlich war es ein schmaler Grat zwischen Beleidigung und Höflichkeit. Für Mütter mit Kleinkindern sollte man auch aufstehen - insofern ein Bravo an die Herrschaften, die am Freitag mit mir von Paris zugekehrt sind, und es im Flughafen-Bus in Hamburg nicht für notwendig erachtet haben, für die Mutter mit ihrem kleinen Kind aufzustehen.

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Üblicherweise werde ich um zehn nach vier Uhr abgeholt. Am Morgen versteht. Wieder einmal war es sehr schön, denn der Kater hat fast die ganze Nacht durchgeheult und ich habe so gut wie kein Auge zu getan. Es war noch schöner, weil der Taxifahrer anfing zu drängeln und schon mal die Bahncard haben wollte.

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Nein, schon wieder Sonnenschein. Der Frühling ist über Saint-Lô hereingebrochen, sogar die Apfelbäume blühen schon. Davon können wir in Schleswig-Holstein nur träumen. Traumhaftes Wetter, dass wir heute mittag für einen kleinen Stadtspaziergang nutzten.

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Mar20

Nach dem Streik

In einem der Restaurants in Saint-Lô hat der Patron das Gesicht eines Schauspielers. Ich komme nur nicht drauf, welcher Schauspieler es ist, in welchem Film er mitgespielt hat und ob es nicht vielleicht auch das Gesicht eines Kunden oder Schulungsteilnehmers sein könnte, vielleicht auch jemand, den ich früher im Bus gesehen habe - aber mir scheint das unwahrscheinlich. Solche Vergleiche stellt man dann an, wenn man einem Tisch sitzt, an dem sehr schnell französisch gesprochen wird. Als ich mich, sinnierend, wer denn der Schauspieler sein könnte oder ob es vielleicht die gealterte Version eines Schauspielers wäre, meinem Tisch zu wandte, stellte ich fest, dass der engste Kollege für mich aus dem Kreis der Franzosen eine frappierende Ähnlichkeit mit Jean Reno hat. Die Stirn war vielleicht etwas zu flach, aber ansonsten - von der Seite gesehen könnte er glattweg als Jean Reno durchgehen. Dazu müsste er nur eine Lederjacke anziehen und sich von der bräunlichen Kleidung trennen.

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Mar23

Bähhh

Draußen ist es regnerisch und windig, lokale Stürme wurden vorausgesagt - und bei so einem Wetter soll ich gleich von Hamburg fliegen? Da hat man doch sofort keine Lust mehr.

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