Ich werde rechtzeitig darauf hinweisen, bevor ich Sachen schreibe, die einem die Freude am Lesen dieses neuen Martha Grimes-Romanes nehmen könnten. Denn das sei vorneweg geschickt, das Ende des Romanes ist eigenwillig und interessant.

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Je weiter man in den Süden kommt, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass man in einer Buchhandlung auf Anhieb auf einen Heinrich-Steinfest-Roman stößt. Hier bei uns im Norden, so habe ich festgestellt, ist die Situation ein wenig trauriger. Die Wahrscheinlichkeit tendiert gegen Null. Man mag den Buchhändlern zurufen: »Besinnt Euch, nehmt ihn auf!«, und dem lesenden Volk nur den Befehl geben »Lest!«. Beide Ansinnen sind natürlich fern jeder Realität.

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Ob wohl wieder was kommt? Schließlich stammen die Bücher, die wir jetzt noch von Kinky Friedman zu lesen bekommen, aus der Zeit, bevor er sich als Gouverneur in Texas beworben hat. Um den Ernst seiner Bewerbung zu unterstreichen, wollte er sich aus dem Literaturbetrieb zurückziehen. Aber nun ist die Wahl vorbei und Kinky Friedman hat die Wahl nicht gewonnen, ganz im Gegenteil, der lag weit abgeschlagen hinter den anderen Bewerbern. Wird er jetzt wieder schreiben oder wird er sich andere politische Betätigungsfelder suchen?

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Ich bin ein wenig spät dran, ich weiß. Aber man kann ja auch über alte Bücher was schreiben, das tue ich ja alle Tage. Irgendwie habe ich den Hype mal abgewartet, der um Donna Leon und seinen Kommissar Brunetti herrschte. Mittlerweile ist es ja ein wenig ruhiger geworden, und da ich mit Liaty Pisani gerade auf der italienischen Schiene fahre, dachte ich bei mir, dass es keine schlechte Idee ist, sich mal mit Donna Leon zu beschäftigen. Und ich muss ja ganz ehrlich gestehen: Das war keine falsche Entscheidung.

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Giorgio Zevi ist auf dem Weg zu einem Schriftsteller-Kongress und ahnt noch nicht, dass ihm eine sein Leben verändernde Begegnung bevorstehen soll. Frank Veronese dagegen weiß schon, dass auf ihn eine langersehnte Begegnung bevorsteht, ahnt aber nicht im Geringsten, was für ein Abenteuer aus dieser Begegnung ihm erwachsen sollte und mit welchem Glück diese verbunden war. Frank war auf dem Weg zu Giorgio.

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Der Mann sah grundsolide aus. Er stotterte leicht. Man sah ihm seine hohe Stellung innerhalb des russischen Apparates an. Zumal er auch Referenzen vorzuweisen hatte. Keinen Grund, den Mann nicht zu General Chaprow vorzulassen. Natürlich würde ein Mann wie Fandorin niemals auf die Idee kommen, einen General wie den Helden Chaprow umzubringen, schon gar nicht in dessen Salonwagen. Der Mann, der sich als Fandorin ausgab, kannte diese Skrupel nicht. So hatte Fandorin so einige Probleme am Hals.

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Mai01

Liaty Pisani – »Stille Elite«

Man könnte sagen, mich hat ein kleiner Virus gepackt und der heißt Liaty Pisani. So kam ich neulich in der Bahnhofsbuchhandlung nicht an dem Roman vorbei, der dort einsam und still im Bücherregal stand. »Stille Elite« kommt mit dem Untertitel »Der Spion und der Rockstar« daher, ein Untertitel, der dem Gesetz der Serie unterworfen ist.

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Apr01

Carl Hiaasen – »Sumpfblüten«

Beim letzten Roman von Carl Hiaasen hatte ich mich noch ein wenig beklagt, dass man allzu häufig das Schema F finden würde. Ein unterhaltsames Schema zwar, aber ein Schema, dass auf einer gemeinen und witzigen Art einer Rachegeschichte basierte, aber es war halt ein Schema; und wie das so ist, kann sowas natürlich langweilig werden. Gut, dass Hiaasen diesmal das Schema etwas abgewandelt hat.

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