Mar15

Schaftverlängerung

Von den Freuden der Schaftverlängerung habe ich schon berichtet. Nun ging es noch darum, diese auch einmal einzusetzen. Am Montag war es soweit. Wir schnappten uns die Verlängerung, Heckenschere und das Gerüst und so ging es an die Hecken. Die Ernüchterung folgte alsbald.

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Mar03

Grünbelag

Bestimmte Sachen hat man als Nicht-Haus- und Nicht-Garten-Besitzer gar nicht auf der Peilung: Als ich diesen grünen Belag das erste Mal auf meiner Terrasse erblickte, fragte ich mich laut und entsetzt, was das jetzt ist, und was man dagegen macht. Das war eine der Sachen, die einem vor dem Haus-Kauf verschwiegen werden. Wie beispielsweise auch Laub-Reinigung der Regenrinne (steht mir auch noch bevor) und Winterstreu zusammenfegen.

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Mar02

Flott dabei

Irgendwann Mitte der Neunziger kam ich auf die Idee, mich müsste mir ein Auto anlegen. Jetzt, über fünfzehn Jahre später, älter und gereifter ist mir klar, dass es für einen Mann zwei so selbstverständliche wie auch kostspielige Angelegenheiten gibt: Autos und Ehefrauen. Ich meine mich zu erinnern, dass ich vor dem Autokauf ganz gut Geld hatte. Anschließend brachte ich das Geld zur Tankstelle und zur Werkstatt. Noch viel später dann gab ich plötzlich Teile meines Haushaltseinkommens für Accessoires aus. Jetzt bin ich leicht vom Thema abgekommen, denn meine eigentliche Botschaft sollte sein: Für mein erstes, aus heutiger Sicht legendäres Auto, das ich gebraucht gekauft hatte, legte ich 1500 Euro hin. Heute habe ich zusammen mit Susann das doppelte für einen Rasenmäher hingelegt. Auch so ein Zeichen für zunehmendes Alter - davon hätte ich vor fünfzehn Jahre nicht einmal geträumt.

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Jan28

Ein bisschen Winter

Nun ist ja seit gestern doch noch ein bisschen Winter über uns hereingebrochen. Der erste Schnee fiel und ein wenig blieb auch liegen. Nicht, dass man schon ernsthaft ans Räumen gedacht hätte - zumindest nicht im Garten. Der Teich ist auch schon zugefroren und Susann musste heute den Oxydator in ihm unterbringen.

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Jan22

Das Lokale

Lange, lange Jahre war Montag der wichtigste Tag. Zumindest was Zeitschriften und Magazine anging. Ich marschierte zum Kiosk und besorgte mir den SPIEGEL. Später hatte ich sogar ein Abo. Dann gab es eine Tendenz der Berichterstattung, die mir nicht schmeckte. Da ist wenig Wehmut dabei, man kann sich ja trennen. Dem Verlag wird es mehr weh getan haben als mir. Der Trennungsschmerz war kurz, denn ich habe eine neue Geliebte. Die erscheint mittwochs und kostet noch nicht einmal was. Sie heißt »Bordesholmer Rundschau«.

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Aug19

Wat fürne Aufregung

Das Häuschen ist da! Erst hieß es, es würde Freitag kommen. Das hätte uns nicht großartig tangiert, da wir unterwegs sind, aber nun kam es heute. Da hat sich so einiges geändert.

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Apr30

Kraut und Rüben

Hat mein Vater immer gesagt, wenn er unser Kinderzimmer betreten hat. Später wohl auch noch. »Das sieht ja aus wie Kraut und Rüben.« Wir haben vermutlich was von steter Übertreibung geantwortet oder davon, dass man nur ein wenig Talent brauche, um dieses Chaos zu überschauen. Heute habe ich über den Spruch wieder mal nachgedacht.

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Mar22

George und das Feuer

Das Prinzip »Tonne« habe ich in die Tonne gekloppt und ein Stück unser Sorgen-Wiese geopfert und dort angefangen ein Feuer zu machen. Mag sein, dass ich da ein wenig blauäugig bin, aber ich dachte mir: Trockenes Holz, ein wenig Grillanzünder kombiniert mit ein wenig Papier und schon hat man ein schönes Feuer. Mag bei anderen so klappen, wie ich mir das denke, aber in Mühbrooker Praxis war es harte Arbeit, bis man das Feuer ein solches nennen konnte.

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