Apr11

Sport-Modell

Auf der Waage geht es langsam und gemächlich nach unten. Natürlich gibt es manchmal Rückschläge, zum Beispiel wenn man ein Wochenende bei Freunden und Geburtstagsfeiern verbringt. Da hilft auch ein wenig Bowlen nicht, um den Knabber-Teller abzuarbeiten, der daneben auf dem Tisch stammt. Ganz schön vertrackt, aber das mit dem Fitness ist wohl schon der richtige Weg.

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Apr01

Katzen auf der Süddeutschen

Ich war ja auf der Hut und bei dem Krams, den ich heute gelesen habe, habe ich immer überlegt: Kann das sein? Dann rief ich die Süddeutsch heute auf und überhaupt prangten an den Seiten Katzenbilder. Das konnte doch nicht sein, dachte ich mir. Und hatte Recht.

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Mar11

Beinstrecker

Irgendwann Mitte Januar hatte ich einen Anfall: »Wie wäre es mit Sport?« fragte die eine Gehirnhälfte, die ich eher in der Richtung Vernunft verorten würde. »Nein, was ist denn das für einen Schmarrn«, meinte daraufhin die emotionalere Hälfte, die dafür zuständig ist, dass ich mich auf der Couch platziere und mit irgendwelchen technischen Gerätschaften herumspiele, die gleichzeitig ein Bedürfnis nach Chips entwickelt und sich dann in der Regel daran macht, die Herrschaft zu übernehmen. Das war keine Meinung, sondern vielmehr eine Festlegung. »Das mit dem Gewicht ist nicht so dolle und die Fitness lässt auch zu wünschen übrig«, wandte die Vernunft ein. »Äh!« kam es zurück, und damit ist nicht die langgestreckte Variante gemeint, die Verlegenheit und Überbrückung meint, sondern das kurze »Äh«, welches gleichbedeutend mit »Schmäh«, »Dummkopf«, »Spaßbremse« und einer gewissen Prise von Verachtung einhergeht. Aber die Vernunft hatte an diesem Tag keinen schlechten Stand und nach einigem Für und Wider wurde beschlossen, dass man die Idee nicht sofort verwerfen sollte. Vielleicht ließen sich ja positive Nebeneffekte erzielen, von der auch die emotionale Seite partizipieren würde.

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Apr05

Stimmen

Vor einer Woche lag ich im Bett. Der Tag war lang und anstrengend. Ich hörte Musik. Aber nicht die, die ich eigentlich hören wollte. Oder besser gesagt: Ich wollte keine Musik hören. Mir war mehr nach schlafen.

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Jan31

Reboot

Ich bin heute mit einem Kollegen von der Firma zum Hotel gefahren. Absolut schicker Mercedes, was für einer kann ich gar nicht sagen. Aber mit allem möglichen Schnick-Schnack ausgestattet. Beeindruckt fuhren wir auf den Parkplatz des Hotel und stiegen aus. »Tür ist zu«, meinte ich. Der Kollege kontrollierte. »Nein.« »Hmm.« Ich klickte, aber man hörte nichts. Nochmal und nochmal und nochmal. Das Auto wollte nicht Feierabend machen.

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Jan17

Rauschbefreiung

Kurz nach Weihnachten wurden wir auf Voice-over-IP umgestellt, sprich wir telefonieren übers Internet. Dummerweise war damit auch verbunden, dass wir eine Gesprächsqualität in Vorkriegsmanier bekamen. Und mit dem Krieg meine ich nicht unseren Afghanistan-Feldzug und die Qualität meint nicht die Qualität des Gesprächsinhaltes. Seit heute morgen soll alles besser sein. Ja, außer dass durch die Änderungen der Server vom Netz ist. Könnte mir egal sein, wo ich in einem Zug, nein, ich sage besser Schleicher Richtung Stuttgart sitze. Aber ich habe mich so was von daran gewöhnt, von unterwegs auf die heimischen Rechner zuzugreifen, dass ich jetzt schon Heimweh habe.

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Aug04

Helden des Tiefbaus

Heute morgen stand der Herr von SWN vor der Tür und informierte die beste Frau der Welt darüber, wie es denn mit dem Häuschen weitergeht. Ich hatte gestern schon eine Mail an SWN geschrieben, was denn mit unserem Vertrag wäre. Heute nachmittag rief Susann an und meinte, es gäbe kein Wasser mehr.

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Jun02

Brennt wie ein Weihnachtsbaum

Habe ich nie verstanden, genauso wie »brennt wie Zunder«. Seit heute Nachmittag habe ich eine sehr viel konkretere Vorstellung davon. Die nach dem Urlaub und wohl kräftigem Regen hierzulande üppig in Unkraut stehende Terrasse wurde wie üblich mit unserem Flammenwerfer abgefackelt. Allerdings nicht nur.

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