Irgendwann Mitte Januar hatte ich einen Anfall: »Wie wäre es mit Sport?« fragte die eine Gehirnhälfte, die ich eher in der Richtung Vernunft verorten würde. »Nein, was ist denn das für einen Schmarrn«, meinte daraufhin die emotionalere Hälfte, die dafür zuständig ist, dass ich mich auf der Couch platziere und mit irgendwelchen technischen Gerätschaften herumspiele, die gleichzeitig ein Bedürfnis nach Chips entwickelt und sich dann in der Regel daran macht, die Herrschaft zu übernehmen. Das war keine Meinung, sondern vielmehr eine Festlegung. »Das mit dem Gewicht ist nicht so dolle und die Fitness lässt auch zu wünschen übrig«, wandte die Vernunft ein. »Äh!« kam es zurück, und damit ist nicht die langgestreckte Variante gemeint, die Verlegenheit und Überbrückung meint, sondern das kurze »Äh«, welches gleichbedeutend mit »Schmäh«, »Dummkopf«, »Spaßbremse« und einer gewissen Prise von Verachtung einhergeht. Aber die Vernunft hatte an diesem Tag keinen schlechten Stand und nach einigem Für und Wider wurde beschlossen, dass man die Idee nicht sofort verwerfen sollte. Vielleicht ließen sich ja positive Nebeneffekte erzielen, von der auch die emotionale Seite partizipieren würde.
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