Der 30. August 1990 war ein August. Ein völlig unspektakulärer Tag, wenn man ihn weltgeschichtlich betrachtet, abgesehen davon das sich an diesem Tag die autonome Republik Tatarstan zu einer souveränen Republik erklärte, aber wer hat schon von dieser Republik gehört? An diesem Tag stieg ich in den Zug und fuhr mit meiner Mutter nach Kiel. Meine Mutter, um sich das mal so anzuschauen. Ich, um zu bleiben.

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Das Häuschen ist da! Erst hieß es, es würde Freitag kommen. Das hätte uns nicht großartig tangiert, da wir unterwegs sind, aber nun kam es heute. Da hat sich so einiges geändert.

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In Heide ist nicht viel los. Das kann man wohl so sagen. Respektlos könnte man auch behaupten, das man in der Stadt nicht tot überm Zaun hängen möchte. Geschweige denn halbtot. Manchmal gibt es aber Sachen, die einen aufgucken lassen. Zum Beispiel gestern, als ich in Heide einfuhr, stand eine Tankstellen-Mitarbeiterin an der Straße und starrte ganz gebannt in Richtung Innenstadt. Vor den Augen: ein Feldstecher. Ich musste schon dreihundert Meter weiter fahren, bevor mir aufging, was sie mit dem Feldstecher machte: Sie beobachtet wohl den Wettbewerb. Wenn sie das nicht tat, wüsste ich nicht, was es sonst Interessantes dort geben könnte - aber sie hätte zumindest eine gute Begründung.

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Heute morgen stand der Herr von SWN vor der Tür und informierte die beste Frau der Welt darüber, wie es denn mit dem Häuschen weitergeht. Ich hatte gestern schon eine Mail an SWN geschrieben, was denn mit unserem Vertrag wäre. Heute nachmittag rief Susann an und meinte, es gäbe kein Wasser mehr.

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